Hamburg-Premiere im Schmidt Theater

Club der toten Dichter

„Charles Bukowski – Gedichte neu vertont“

Nach Heinrich Heine, Wilhelm Busch, Rainer Maria Rilke und Friedrich Schiller ist Charles Bukowski der fünfte Dichter, den Reinhardt Repke, Gründer des Clubs der toten Dichter, neu vertont hat. Im letzten Jahrzehnt wurden deutschlandweit mehr als 300 Konzertaufführungen vor nahezu 100.000 begeisterten Konzertbesuchern gespielt.

Jetzt gastiert die Reihe im Schmidt Theater, als Gastsänger konnte der Schauspieler Peter Lohmeyer gewonnen werden. Wenn er im Gedicht „Sagenhaft“ über den Regen, die „himmlische Brühe“ singt, findet er mit seiner Stimme die Schönheit, die der Melancholie innewohnt. Lohmeyer ist gern melancholisch, ja er badet geradezu darin. Den Blick Bukowskis in die Berge Hollywoods „zu den reichen Hengsten und ihren Stuten“ verwandelt er in perfektes Kopfkino. Ob nur mit einer Kinderspieluhr in der Hand oder der ganzen Band im Rücken, Lohmeyers Interpretation der Texte saugt den Zuhörer an. Er muss nicht abgeholt werden, nein, dem Gast steht die Tür offen; gern tritt er ein, um letztlich auf dem Sofa in Bukowskis Wohnzimmer Platz zu nehmen. Dort sitzt schon die wunderbar aufeinander eingespielte Band: Tim Lorenz am Schlagzeug, Andreas Sperling an den Keyboards, Markus Runzheimer am Bass, Reinhardt Repke spielt Gitarre und singt einige Songs selbst. Die deutschen Übersetzungen der Gedichte stammen von Carl Weissner, der mit Bukowski befreundet war.

„Charles Bukowski hat Schönheit gefunden, wo sie keiner vermutet hat und wo die meisten noch nicht einmal danach gesucht haben“, schrieb einmal der Journalist Michael Althen. Dass er dabei hier und da eine grobe Sprache wählt, liegt in der Natur der Sache. Es ist seine Sprache; der Dichter der Straße, wie ihn manche nannten, schreibt aus einer alltäglichen Notwendigkeit heraus, die jedes Wort wahr und zwingend macht. Nichts ist Kalkül, jedes Wort muss sein. Auch nach acht Stunden Maloche bei der Post, wo er 11 Jahre als Briefsortierer arbeitete, ist er in seinen Gedichten auf der „Suche nach der letzten Wahrheit, die man nie zu fassen bekommt“. Und so schreibt er über die piefigen Nörgler, während sein Buddha schmunzelnd in der Ecke sitzt. Oder die Pferderennbahn, die Frauen und ihre Hüften, ihre Hintern. Über einen Jungen, der ihm klar macht, dass der bloße Anblick des Meeres nicht schön ist. Bukowski selbst beschreibt seine Arbeit mit den Worten: „Beobachtung in die Tat umgesetzt, ist die Essenz der Kunst.“ Früher mögen bestimmte Wörter und der Umgang mit ihnen anrüchig oder abstoßend gewirkt haben. Aber in der heutigen Zeit? Heute lenken sie nicht mehr ab und geben so den Blick frei auf einen genialen Dichter: Charles Bukowski (1920 bis 1994).

17.9.2017 im Schmidt Theater
So 19 Uhr

Preise:
22,- € bis 30,80 €

zzgl. 2,- € Systemgebühr je Ticket

Nach Heinrich Heine, Wilhelm Busch, Rainer Maria Rilke und Friedrich Schiller ist Charles Bukowski der fünfte Dichter, den der Club der toten Dichter neu vertont hat. Jetzt gastiert die Reihe im Schmidt Theater – mit dem Schauspieler Peter Lohmeyer als Gastsänger. Ob nur mit einer Kinderspieluhr in der Hand oder der ganzen Band im Rücken, Lohmeyers Interpretation der Texte saugt den Zuhörer an. Er muss nicht abgeholt werden, nein, dem Gast steht die Tür offen; gern tritt er ein, um letztlich auf dem Sofa in Bukowskis Wohnzimmer Platz zu nehmen. Dort sitzt schon die wunderbar aufeinander eingespielte Band: Tim Lorenz am Schlagzeug, Andreas Sperling an den Keyboards, Markus Runzheimer am Bass, Reinhardt Repke spielt Gitarre und singt einige Songs selbst. Die deutschen Übersetzungen der Gedichte stammen von Carl Weissner, der mit Bukowski befreundet war.

17.9.2017 im Schmidt Theater
So 19 Uhr

Preise:
22,- € bis 30,80 €

zzgl. 2,- € Systemgebühr je Ticket

So 17.09. 19:00 Buchen

SpielplanSaalplanPresse

Schmidt Theater | Spielbudenplatz 24-25 | 20359 Hamburg
Tickets: 040 / 31 77 88-99