Gerade das Schmidt

Stellungnahme des Schmidts Tivoli zu Presseberichten und Kommentaren zu Kay Ray | 28. November 2020

In den letzten Tagen ist es infolge der Berichterstattung in der BILD-Zeitung vom 27.11. („Schmidts Tivoli feuert Penis-Comedian“) zu heftigen Kommentaren gegen unsere Theater gekommen.
Vorab bemerkt, wir sprechen generell nicht öffentlich darüber, warum bestimmte Künstler*innen nicht oder nicht mehr bei uns am Haus auftreten. Das ist nicht nur branchenüblich, sondern auch eine Selbstverständlichkeit gegenüber den betreffenden Personen. Daher verzichteten wir zunächst auf eine Stellungnahme.

Bleiben wir erstmal beim Faktischen: Kay Ray war und ist nicht Mitglied des Ensembles der Schmidts Tivoli GmbH. Er hatte – wie viele andere auch – einen Gastspielvertrag, der gelegentlich durch die Vereinbarung neuer Verträge vorstellungsbezogen verlängert wurde. Alle vereinbarten Termine haben stattgefunden, kein Termin wurde, sofern wir überhaupt spielen durften, abgesagt.
So weit, so korrekt und im Übrigen auch normal. An nur zwei prominente Beispiele von Künstler*innen, die ihre Karriere im Schmidt begonnen haben, möchten wir erinnern: Marlene Jaschke spielt seit Jahren in Hamburg im St. Pauli Theater, Chris Tall hat Fernsehkarriere gemacht. Das Kommen und Gehen von Künstlern gehört seit über 30 Jahren zum Alltag des Schmidt und vieler anderer Theater.

Jetzt wird es speziell: Wir teilten Kay in einer Mail mit, dass wir mit ihm – aufgrund massiver Beschwerden zahlreicher Mitarbeiter*innen aus allen Bereichen – zukünftig keine Veranstaltungen mehr planen werden. Die Mail hatte folgenden Wortlaut:

Hallo Kay,

uns verbindet eine gemeinsame Geschichte, daher haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie wir uns als Theater verhalten, wenn wir – wie bei deiner letzten Show – inhaltlich nicht hinter dem stehen, was du auf der Bühne darbietest.

Nach Deiner letzten Late-Night hat es eine Vielzahl von Beschwerden unserer Mitarbeiter*innen gehagelt, sodass wir sie kein weiteres Mal in eine Situation bringen möchten, in welcher sie sich während der Arbeitszeit belästigt und beleidigt fühlen.

Daher beenden wir unsere Zusammenarbeit.

Mir Dir darüber zu diskutieren, was Du an Deinen Auftritten wie, wann und über wen sagst – oder über wen nicht – ist nicht angebracht, du betonst ja immer wieder, dass Kunst im Prinzip alles darf. 

Ebenso ist jedes Theater frei in seiner Entscheidung, welche Künstler es auf seiner Bühne auftreten lässt. In deinem Fall haben wir uns hiermit eindeutig entschieden.

Bleib gesund, Gruß,
Corny, Martin, Ralf  (Künstlerische Leitung Schmidts Tivoli)

Interessant: In allen zukünftigen Kommentaren und Berichterstattungen wurden die beiden letzten Absätze unterschlagen. Stattdessen entzündete sich eine heftige Diskussion an einer Bemerkung von Kay in der BILD. Zitat: „Auf Umwegen will Kay erfahren haben, dass sich muslimische Mitarbeiter über ‚zotige Türkenwitze‘ beschwert hätten“.
Die Hamburger Morgenpost legt gleich nach und titelt (Zitat): „Nach Türkenwitz – Kiez-Theater schmeißt Komiker raus!“ Um die Glaubhaftigkeit seiner Behauptung zu unterstreichen, darf Kay in der MOPO gleich noch einen „Türken-Witz“ zum Besten geben.

Und jetzt wird es nicht nur politisch, sondern auch gefährlich. Der Künstler darf via BILD ein Gerücht in die Welt setzen („Auf Umwegen will Kay erfahren haben“), das er nicht beweist und schlimmer, das schlicht gelogen ist. Es gibt keine Beschwerde eines muslimischen Mitarbeiters, der sich wegen seines Glaubens angegriffen gefühlt hat!

Selbstverständlich ist für uns, dass in unseren Theatern Mitarbeiter*innen verschiedenster Nationalitäten und Hautfarben, unterschiedlichen Alters und religiöser Ansichten arbeiten. Miteinander. Wem das nicht passt, den zwingen wir nicht, unsere Theater zu besuchen. Besser: Diese Menschen kommen gar nicht erst.

Gefährlich wird es, wenn ein haltloses Gerücht plötzlich zur vermeintlichen Tatsache wird. Wenn die selbsternannten, rechtsradikalen Wahrer des Deutschtums aus ihren Löchern gekrochen kommen und unser Gästebuch und unsere Facebook-Seite mit Beleidigungen und Hasskommentaren überschwemmen. Kostprobe:

Mit Galgenhumor kann man sich da noch gerade retten: Conny ist in Wahrheit Corny und der 1. FC St. Pauli immer noch der FC St. Pauli. Wir könnten noch viele (schlimmere) Beispiele aus den letzten Tagen zitieren, wir verzichten darauf.

Wir haben es hier mit einem immer wiederkehrenden rechtspopulistischen Schema zu tun: Der Verursacher wird mit seiner tatkräftigen Hilfe zum ach-so-armen Opfer stilisiert, die Opfer werden zum Täter und der Hetze und Verdammung preisgegeben. Und das ist mehr als bedenklich, das ist gefährlich!

Ab sofort spenden wir für jeden beleidigenden Eintrag und Hasskommentar auf unserer Seite einen Euro an Die Vielen e.V., den bundesweiten Zusammenschluss der Kultur gegen rechtspopulistische Einflussnahme auf die Kunst, gegen Rassismus und Diskriminierung.

Und auf www.tivoli.de werden wir eine Sonderseite einrichten, auf der die in unserem Gästebuch begonnene Diskussion bei Bedarf fortgesetzt werden kann. Das Gästebuch dient nämlich, wie schon der Name sagt, vor allem den Kommentaren unserer Gäste zu einzelnen Vorstellungen, die leider im Moment noch nicht wieder stattfinden können.

Corny Littmann, Tessa Aust, Hannes Vater und Martin Lingnau
Geschäftsführung und Künstlerische Leitung Schmidts Tivoli GmbH

Für jeden beleidigenden Beitrag und Hasskommentar auf unseren Seiten spenden wir einen Euro an Die Vielen e.V., den bundesweiten Zusammenschluss der Kultur gegen rechtspopulistische Einflussnahme auf die Kunst.

+++ Aktueller Spendenstand vom 9.12.2020: 299€ +++ Aktueller Spendenstand vom 9.12.2020: 299€ +++ Aktueller Spendenstand vom 9.12.2020: 299€ +++

Aus unserem Gästebuch

Tobias Gpunkt

25.3.2021
Die einen nennen es Schutz der eigenen Mitarbeiter, die anderen Zensur von Kunst und Kultur. In Zeiten, in denen dem Zuschauer*Innen das Kulturprogramm mundgerecht und homogenisieren vorgesetzt wird. In einem Land, in dem eigentlich jeder Mensch seine Meinung und Ansicht kundgeben darf! Oder durfte?

clel

10.12.20
Wird eigentlich für jeden Beitrag hier im Gästebuch zum Thema Kay Ray gespendet, oder wirklich nur für die beleidigenden bzw. Hasskommentare? Oder wird jeder Beitrag als beleidigend bzw. Hasskommentar eingestuft :) - Vermutlich ja nicht. Falls trotzdem für jeden Kommentar gespendet wird (hätte ich persönlich absolut nichts gegen), sollte man die Beschreibung auf der Seite vielleicht noch entsprechend anpassen, damit das klar wird. Wenn nicht - auch kein Problem, einige Leute würden das hier dann aber wohl falsch verstehen.

Sascha

9.12.20
Anbei mein Kay-Ray-Eintrag. Damit sind die 300 dann voll! ;-)

Giordan Bruno

9.12.20
Schämt euch! Aber auch ihr werdet noch bitter erfahren müssen, mit wem ihr euch da eingelassen habt!

Tobias

8.12.20
Gefälligst bei Kay Ray entschuldigen und wieder zurückholen.

Lutz Neumann

8.12.20
Moin, Kotau vor muslimischen Kennern!? Nie wieder "Schmidt!"- Ich weiss, Sie verzichten gern auf meinen Besuch. Lutz Neumann

Markus Pojonie

7.12.20
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Hajo

6.12.20
;-)) Ich finde , das das Schmidt-Theater eines der Pesten und Wertfollsten Kulturpalästen in D sind. Auch sind Sie neutral und überaus sensibel und schlau wie ein Regenwurm. Schon immer und im Rgeen wird es nass, besonders im Dunkeln. Warum ich das schreibe? Weil mir dazu nix mehr einfällt und ich sehen möchte was mit dem Komentre bassiert. :-)

Hajo

06.12.20

Bitte 1,- Euro überweisen, Sie wissen schon. Danke!

Reiner Winkler

06.12.20

Warum habt's ihr denn dem GayGay die Brüggel nausgschmasst? Der war doch immer lustig gwesne fersteht ihr?

clel

6.12.2020
Ich finde den Umgang mit dem Thema Kay Ray leider eher unglücklich. Chronologisch scheint es von seiner Seite nach der E-Mail ja mehrere Versuche gegeben zu haben, genauere Details in Erfahrung zu bringen, bzw. ein Gespräch anzustreben. Erst nach Ablehnung folgte der Schritt, an die Medien zu gehen. Dass die Problematik dort leider nicht so differenziert aufgearbeitet wurde, ist sicherlich schade. Immerhin hat es dem Fall etwas Aufmerksamkeit und eine Stellungnahme gebracht. Ich fände es insgesamt natürlich auch schöner, wenn das nicht nötig gewesen wäre und es intern eine Klärung hätte geben können. Ich kann auch verstehen, dass man es nicht gut findet, sich von "Rechtsextremen" zu einer Stellungnahme genötigt zu sehen. Allerdings sind die kritischen Beiträge nicht durchweg als rechtsextrem einzustufen und ich würde mir auch wünschen, wenn vielmehr die sachliche Kritik dafür gesorgt hätte, dass eine Stellungnahme verfasst wurde. Nicht ein unsachlicher Shitstorm von teils rechten Personen, die den Fall instrumentalisieren wollen. Von dieser sachlich motivierten Stellungnahme kann ich leider nicht viel erkennen, es geht auch inhaltlich in der Stellungnahme leider mehr um die (leider überwiegenden) unsachlichen Kommentare. Wirklich weitergebracht hat die Stellungnahme demnach nicht. Mir als Unbeteiligtem hat das keinen großen Erkenntnisgewinn gebracht. Kay Ray hat hier in einem Kommentar bereits auf das überspezifische Dementi in der Stellungnahme hingewiesen und mögliche Fragen, die dies mit sich bringt. Und dabei ist von meiner Seite dahingestellt, ob es hier wie behauptet um Äußerungen ging, von denen sich türkische Angestellte beleidigt fühlten, oder vielleicht generell einen Umgang mit Angestellten außerhalb der Bühne, der in der öffentlichen Diskussion eher nicht thematisiert werden soll. Ich kann leider nur die nicht vorhandene Transparenz und Kommunikationsbereitschaft kritisieren, die kein so gutes Bild auf das Theater wirft. Auch die Art der Stellungnahme wirken auf einen Außenstehenden nicht besonders positiv oder um die eigentliche Sache bemüht. Genauso kritisch sehe ich Anschuldigungen von Ray, die ich nicht nachprüfen kann oder die einfach nur Spekulationen von seiner Seite sind, beispielsweise was mögliche Fake Kommentare angeht. Ich hätte mir da wirklich von eurer Seite deutlich mehr inhaltliche Kommunikation und Eingehen auf Kritik gewünscht, wenn ihr den Anspruch habt, in dieser Diskussion als "seriöse Seite" darzustehen. Aktuell ist das nämlich nicht der Fall.

Willi

5.12.2020
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Der echte Bob

5.12.2020
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Ein Gästebucheintrag

5.12.2020
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Wonka

5.12.2020
Hier beginnt die Cancel Culture und endet die Freiheit.

Bernd Johannsen

5.12.2020
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Georg

5.12.2020
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Kay Lüdtke

5.12.2020
Liebes Schmidt Theater, So geht Geld sammeln ohne Hass und Missgunst! So geht gute Gesellschaft ohne tuscheln und Angst! An diesem Abend habe ich das gleiche Programm gespielt, wie bei Euch. Es kamen 4300,- Euro zusammen. Das sind übrigens mehr als 15 mal so viel, wie Ihr mit Eurem armseligen Aufruf zu indirektem Hass hier gesammelt habt. Es saßen alle Nationen im Publikum. Wie einst bei Euch gab es keine Beschwerden des Personals. Der schwarze Kellner hat mir mit Freuden wie immer im GOP die Getränke serviert. Der muslimische Kellner aus der Türkei hat mit mir nach der Show ein Bier getrunken. Was stimmt nicht bei Euch? Aber lest selbst. Es ist mindestens einen Euro wert. Herzlichst Kay Ray SCHNELLE UNBÜROKRATISCHE HILFE HANNOVERANER HELFEN HANNOVERANERN Der als gemeinnützig anerkannte Verein „A little help from my friends e.V.“ hilft schnell und unbürokratisch Menschen in Hannover, die unverschuldet in eine finanzielle Notsituation geraten sind und bei denen die bestehenden sozialen Strukturen nicht greifen. Leider gibt es unzählige Menschen, die davon betroffen sind. In vielen Fällen tragen relativ geringe Beträge dazu bei, das Schlimmste aufzufangen. Dieses Jahr ist auch für uns als Verein ganz anders. Mit Hilfe vieler großer und kleine Veranstaltungen haben wir in der Vergangenheit Spenden für unsere Arbeit gesammelt. Das meiste davon fiel dieses Jahr aus. Auch dieser Abend sollte eigentlich schon im Frühjahr stattfinden. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass Kay Ray im Oktober im GOP Varieté-Theater Hannover zu unseren Gunsten aufgetreten ist. Trotz der auch für die Kunst- und Veranstaltungsbranche besonders schwierigen Lage haben der Künstler und das Team der Location die gesamten Einnahmen gespendet. Insgesamt 4.300 Euro sind dabei zusammengekommen. Ein herzliches Dankeschön allen, die das ermöglicht haben, insbesondere Kay Ray und dem GOP Varieté-Theater Hannover.

Kunstfreiheit

3.12.2020
Eure Stellungnahme liest sich wie eine künstlerisch-politische Bankrotterklärung. 300 Jahre Aufklärung, für die Tausende Menschen mit Freiheit, Gesundheit oder Leben bezahlen mussten werden ignoriert und der Weg des geringsten (u. konformistischsten) Widerstand eingeschlagen. Aus Angst vor den eigenen politischen Weggefährten (und Geldgebern). Kleinigkeiten wie diese, ein Rausschmiss weil wenige Leute ihre religiösen Gefühle verletzt sehen, sind der Anfang vom Verlust der Kunstfreiheit. Natürlich seid nicht allein Ihr schuld (Corny, Martin, Ralf ), aber es braucht nicht viel Phantasie um sich vorzustellen was die nächsten Schritte im Niedergang der Kunst/Kultur sein werden. Was Ihr macht ist das Gegenteil von dem was ich von Euch erwarte.

Kai Lüdtke

3.12.2020
Lieber "Alter Ego", viele Menschen, viele Meinungen! Denkfaulheit als große Geahr Autor: Thomas Tritsch (tr)30. September 2020 Kay Ray gastierte auf Einladung des Lorscher Theaters in Einhausen. © Lotz Einhausen.„Is nich traurig, is ja Wahrheit“, singt Kay Ray beseelt zu den leisen Pianoklängen von Falk Effenberger. Sie steht ihm gut, die bittersüße Lyrik und romantisch gefärbte Ironie von Wolf Biermann, zu der sich Eva-Maria Hagen zwischen Sehnsucht und Zerrissenheit beinahe genüsslich die biografischen Wunden leckt. Die Interpretation von Kay Ray ist intensiv und würdig, aber doch auch nonchalant und ein bisschen trashig, wie man es von dem Entertainer gewohnt ist. Biermanns Liedtitel „Ich leb’ mein Leben“ von 1981 hätte auch Motto des Abends sein können. Mit seinem musikalischen Programm „Mauerwerk“, das seit fünf Jahren auf deutschen Bühnen nicht allzu häufig zu hören ist, gastierte Kay Ray mit seinem Pianisten am Sonntag in der Einhäuser Mehrzweckhalle, wo das Lorscher Theater Sapperlot einen vorübergehenden Unterschlupf gefunden hat. Wer nun eine obszöne Verbalorgie gegen die politische Korrektheit und ihre heuchlerischen Wortführer erwartet hatte, der wurde erstens überrascht, aber zweitens keineswegs enttäuscht. Wie Frau Hagen, bewegt sich auch Ray jenseits politischer Angepasstheit und durchkalkulierter Kompromisse – wenn auch in völlig anderer Gangart. Die Show ist eine legere Plauderei am Flügel, ein kantiger wie versöhnlicher Dialog im Takt der 70er und 80er Jahre – eine bühnengewordene Schallplattensammlung aus persönlichen Lieblingsstücken, die der gelernte Friseur und geborene Querkopf wunderbar gefühlvoll und abgründig vorzutragen weiß. Garniert mit wohldosierten Anschlägen auf gesellschaftliche Standards und diskriminierende Tabus, auf „Zeitgeistgestörte“ und Gesinnungsterroristen. Künstlerische Freiheit ist das erste Gebot, aus dem sich alles andere von selbst ergibt. Diesmal Verzicht auf den Wodka Von Hanne Wieder, der vor 30 Jahren verstorbenen Diseuse und feinen Tucholsky-Interpretin, stammt der Titel „WiIliams Stirne“. Und der geht so: „Williams Hände, Williams Stirne hätte sie so gern geküsst. Doch sie greift zur Williams Birne, weil nur diese greifbar ist.“ Auf den Bühnen-Wodka hat Kay Ray diesmal verzichtet. Hochprozentiges war dennoch allzeit präsent. Angstfrei und ungehorsam geht Ray auf zeitgenössische Massenpsychosen los und reißt ihnen die staatlich anerkannte Maske von der Fratze. Die selbsternannte Anstandsbewegung „Wir sind mehr“ sei nur eine Form von unreflektiertem Reaktionismus mit Hashtag als Social-Media-Multiplikator. Auch 1933 habe es eine gewisse Mehrheit gegeben, die im Gleichschritt marschierte, von deren politischen Überzeugungen sich die heutige Gruppe aber ja gerade distanzieren wolle. ANZEIGE Denkfaulheit, blindes Mitläufertum und – vor allem – die gesellschaftlichen Auswölbungen einer grassierenden political correctness sind für Kay Ray die größten Gefahren des jungen 21. Jahrhunderts. Das Credo: Wenn man über alle Menschen Witze mache, grenze man keinen einzigen aus. „Ich unterscheide lediglich zwischen Menschen und Arschlöchern“, so der Entertainer in Einhausen. Alles andere, ob Herkunft, Hautfarbe oder sexuelle Orientierung, sei völlig unwichtig. Was nicht heißt, dass diese Faktoren nicht ebenfalls Spielball eines offensiven, provokativen Humors sein können, mit dem er regelmäßig für Resonanzen sorgt. Diesmal hat keiner vorzeitig die Halle verlassen. Vielleicht waren sie einfach zu schön, die kantig und frei intonierten Songs von Robert Long („Feste Jungs“) und Eva-Maria Hagen („Zigeunergebet“), oder das ergreifende „Lied für meine Feinde“, in dem er gegen Ende des Abends singt: „Unten am Fluss, zieh’n die Leichen meiner Feinde an mir vorüber, wir seh’n uns wieder“. Frech, schnell, wild, und alles andere als brav: Ray live bedeutet auch, Toleranz in Echtzeit zu ertragen. Es gäbe heute leider mehr Glauben als Gewissheit, die gefühlte Wahrheit rangiere über der harten Realität, so der Künstler. Mit Wahrhaftigkeit und geistiger Autarkie hält er tapfer dagegen. Vor einem Jahr wurde er dafür im Sapperlot mit dem „Lorscher Abt“ ausgezeichnet. Die Veranstalter in Einhausen verzeichneten das bisher größte Publikumsinteresse seit Anfang September. Zum Finale erklang „A Coral Room“ von Kate Bush. Ein gefühlvolles Piano und eine leidenschaftlich expressive Stimme trugen den Song in seiner ganzen melancholischen Tiefe und schlichten Schönheit. Als Bonbon servierte Falk Effenberger ein Lied aus der von ihm vertonten Kinderbuchreihe „Prinzessin Knöpfchen“. Ein drolliger Abschluss eines Abends voller Sprünge und Kontraste, aber mit einer klaren persönlichen Linie. Langer Applaus in Einhausen. © Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 30.09.2020 Zur Startseite

Alter Ego

2.12.2020
Lieber Kay Ray, dass Sie – wie mehrfach berichtet –für Ihr dankbares Publikum mit Ihrem Schniedel ein verknotetes Kunststückchen vorführen, ist mir piepegal. Es passt eben in die Nachbarschaft der Peepshows. Ich frage mich höchstens, warum sich ein Mensch mit seinem Genital so quälen muss. Gar nicht egal ist mir hingegen, wie Sie unter dem Vorwand der Kunstfreiheit Menschen kollektiv beleidigen und niedermachen, die Sie offensichtlich für kulturunfähig und verachtenswert halten. Oder ganz einfach für wahlweise türkisches oder muslimisches „Hilfspersonal“, das Ihnen nicht widersprechen darf. Es mag ja sein, dass Sie in Ihrem privaten Leben kein Rassist sind, aber bei Ihren Auftritten bedienen Sie rassistische Mentalitäten. Das müsste Ihnen spätestens mit dem Lob und der Verehrung der AFD und von deren Gläubigen für Sie aufgegangen sein. Jaja, Sie schreiben: „Mir missfallen hier auch einige Kommentare und Fakes“. Aber welche sind das? Warum werden Sie nicht konkret? So bleibt Ihre Distanzierung ohne Wert. Und Sie sind clever genug, als dass Sie das nicht auch wüssten. Sie brauchen ein Publikum, das über ALLES lachen kann. Sie loben –welch eine Herrscherpose- ausdrücklich die „Muslime“, die Ihre beleidigenden Witzigkeiten goutieren. So gefällts den Rassisten. Und damit werden Sie angesichts der zunehmenden rassistischen Worte und Taten weiterhin Ihr Publikum finden. Nun gibt es aber auch andere Menschen und Kultureinrichtungen, die da nicht mitmachen. Erfreulicherweise auch das Schmidts Tivoli, das Ihnen viel zu lange seine Bühne gegeben hat, jetzt aber mit mit seiner Distanzierung Haltung zeigt. Und damit seinen Betrag dazu leistet, dass die Freiheit der Kunst in dieser Stadt nicht weiter attackiert wird von denen, die sie abschaffen wollen. Sie dagegen postulieren, dass ALLES unter dem Label Kunstfreiheit auf die Bühne dürfe. Auch wenn Sie selbst das nicht praktizieren würden, aber: Das Horst-Wessel-Lied ist ein Lied, die drei Strophen der Nationalhymne sind es auch, Nazi-Bands geben Konzerte, völkische Verlage publizieren völkische, antisemitische und rassistische Literatur – und alle berufen sich auf die Freiheit der Kunst, schreien aber bei Widerspruch und Anlehnung von Zensur, und nennen Menschen, die nicht über ihre braune und zumeist sexistischen Witze lachen können, humorlos. Und Sie sind dabei, setzen darauf, dass der „Zeitgeist“ sich dreht und Sie wieder frei und lustig BIMBO singen dürfen. Wie nannte der Nazi Höcke das: Eine Kehrtwende um 180 Grad, also zurück ins dritte Reich. Sie, lieber Kay Ray, werden das jetzt empört bestreiten. Und Sie können diese Kehrtwende sicher auch nicht wollen. Aber wenn das so ist, und damit das auch deutlich wird, geben Sie sich einen Ruck und bereichern Ihr buntes Leben um eine Abkehr von ihrem derzeitigen Weg. Die braunen Trolle werden Ihnen dann nicht mehr folgen. Dafür könnten Sie ein verändertes Publikum finden, das ebenso gerne lacht wie nachdenkt. Ihr Alter Ego

N.B.

2.12.2020
Das Schmidt hat gewiss noch Verbesserungsbedarf, was Inhalte sexistischer & rassistischer Natur in Stücken und Gastspielen angeht. Aber wir müssen, gerade in Deutschland, alle lernen und versuchen, es besser zu machen. Trotzdem oder gerade deswegen ist es außerordentlich zu begrüßen, dass nun keine Kay Ray Auftritte mehr stattfinden werden. Es gibt einen Unterschied zwischen schlechten/plumpen/zotischen Witzen und Rassismus/Sexismus - egal, wie "gut gemeint" es sein sollte. Darüber lohnt es sich nachzudenken und das hat das Schmidt offenbar in diesem Fall getan. Weiter so.

andreas

2.12.2020
das hier alles negetive gelöscht wird, macht dieses Gästebuch mit Bewertungen keinen Sinn.

andreas

1.12.2020
Mit eurem "Statement" habt ihr es für mich noch schlimmer gemacht, wie ihr um den Punkt rumlaviert, da merkt man sofort, dass ihr etwas vermeimlichen wollt bzw. nur ablenken wollt. Haltet Ihr Euch für so schlau oder uns für dumm? Und dan noch auch noch in die Opferrolle verfallen.. ihr hab da etwas verdreht.. Traurig und enttäsuchend.

Manfred Ertel

30.11.2020
Liebe Schmidt-Familie, liebe Alle, ich habe die Diskussionen über die Causa Kay Ray mit Interesse verfolgt und finde die Stellungnahme der Geschäftsführung und Künstlerischen Leitung gut und mutig zugleich. Transparenz ist Wesensmerkmal einer Demokratie wie auch Toleranz. Und in beiden Punkten muss sich das Schmidt nun wirklich nichts vorwerfen lassen, organisierte Shitstorms hin oder her. Wir sollten die Kirche doch mal im Dorf lassen. Ob eine Intendanz oder eine Künstlerische Leitung einen Gastspielvertrag mit einer(m) Künstler*in abschließt oder nicht liegt allein im Ermessen der jeweiligen Veranstalter. So wie es anderen Veranstaltern frei ist, zum Beispiel mich zu öffentlichen Diskussionsrunden einzuladen oder nicht. Das muss auch nicht begründet werden. Denn zur Freiheit der Kunst gehört eben auch, ein künstlerisches Programm altbacken, gestrig, zu provokant oder einfach nur schlecht zu finden. Das müssen Künstler*innen akzeptieren, auch wenn‘s manchmal schwer fällt. Und sollte nicht dazu führen, sich Beifall ausgerechnet bei falschen Freunden zu suchen wie der AfD. Lasst Euch nicht beirren, liebe Familie Schmidt! Ahoi Manfred Ertel

Gisa Harsleben

30.11.2020
"Lieber" Tessa Aust, Corny Littmann und Hannes Vate, ich habe zwei Fragen an euch: warum lasst ihr die Mail von Kay Ray (nach 25 gemeinsamen Jahren!!), in der er anbietet, zusammen mit euch und dem oder den Mitarbeitern darüber zu reden, unbeantwortet? Und die zweite Frage: Warum sagt ihr Kay nicht, welcher Teil in seinem Programm dazu geführt hat, dass sich der oder die Mitarbeiter beleidigt fühlen?

Thomas

30.11.2020
Liebes Schmidt Team Ihr macht einen sehr großen Bogen um die Aussage von Kay Ray, welche nun so verwerflich war. Das Publikum von Kay Ray weiß worauf es sich einlässt. Aber anscheinend spielt ihr nun für eure zu bezahlenden Mitarbeiter und nicht fürs zahlende Publikum. Und sollte das Gerücht über verletzte religiöse Gefühle von Mitarbeitern als Grund sich doch bewahrheiten, so hat dies in der heutigen Zeit eine immense politische Kraft. Ihr habt Euren Weg gewählt. Den müsst ihr nun ab sofort alleine weiter gehen. Für mich ist das Schmidt kein freier atheistischer Ort mehr, sondern ein durch Religion geleitetes. Viel Spaß

Hilke

29.11.2020
"Unten am Fluss zieh'n die Leichen meiner Feinde, an mir vorüber... wir sehen uns wieder..." Seit über 10 Jahren habe ich Kay Ray an verschiedenen Orten, vor allem in Euren Häusern spielen gesehen und es war immer grandios- klar, nicht gebügelt wie bei anderen Veranstaltungen, sondern immer frei heraus und wunderbar talentiert, amüsant und unterhaltend. Sich von diesem Talent und somit von vielen Fans, die Ihre Veranstaltungsorte in Zukunft nicht mehr besuchen werden, zu verabschieden - ja, das ist und bleibt ein Fehler meiner Meinung nach. Aber, Kay, wir sehen uns wieder- nämlich dort, wo man Dein Talent und Deine Ehrlichkeit zu schätzen weiß, bleib wie Du bist!

Sven

29.11.2020
Hey Kay, ich denke du liest das mit. Ich muss sagen das ich das alles nicht verstehen kann. Jeder der dich kennt weiß das es ganz normal ist das wird fi.... oder fo.... sagst. Du sagst immer deine Meinung und das ist gut und mega. Immer wenn du in der Gegend bist komme ich dich besuchen weil ich das Hammer finde was du machst. Kopf hoch wenn sie dich nicht mehr wollen andere nehmen dich mit Kusshand

Witzfiguren

29.11.2020
(...) Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Gästebuch-Regeln.

Rolf Derner

29.11.2020
Na ja, die grossen Zeiten des Schmidt sind schon länger vorbei. Und jetzt zeigen sich halt Risse sogar in der Fassade. Mit Kay Ray geht jetzt ein Künstler der ersten Stunde. Viele namhafte Künstler bleiben dem Schmidt schon seit Jahren fern, soweit es möglich ist. Das ganze Schmidt-Konzept mit seinen betulichen "Musicals" oder der peinlichen Mitternachtsshow ist in die Jahre gekommen. Wenn dieselben Leute seit Jahrzehnten immer den gleichen Kram machen, gehts halt irgendwann abwärts. Sowohl Schmitdritz als auch Paradiso sind für mich langweilig gewesen. Kay Ray war brutal, grenzüberschreitend und aktuell schmerzhaft. Es ist bezeichnend, dass Herr Littmann ihn nun auf die Strasse setzt. Dann kann das Schmidt ja jetzt ganz gemütlich und selbstgerecht in Rente gehen. Oder heisst das heute Konkurs?

Insolvenzberater

29.11.2020
Hi Schmidt, also mit dem Rauswurf von Kay habt Ihr meiner Meinung nach einen grossen Fehler gemacht. Ich bin richtig schockiert. Er war einer der krassesten Typen, die ihr je hattet. Werdet Ihr zukünftig nur noch brave Sachen zeigen? Dann machts mal gut. Ben

K.T.

29.11.2020
Kay Ray aus dem Programm zu schmeißen war ÜBERFÄLLIG.

Carina

29.11.2020
Ich bin schlicht fassungslos. Muss in Zukunft dann jeder Künstler eine Generalprobe vor dem Personal spielen und sich da das OK abholen? Geht es noch? Anstatt mal Ihre Kellner dahingehend zu schulen, dass man auch als Muslim mal einen Witz aushalten muss, trennen Sie sich von einem Künstler , der seit vielen Jahren vor ausverkauftem Haus Geld in Ihre Kasse gespült hat. Die Menschen kommen ganz sicher nicht in Ihr Haus um sich mit der Gemütslage Ihres Personals auseinander zu setzen. Sie kommen um den betreffenden Künstler zu sehen. Naja, Sie müssen es wissen. Ihre Häuser werde ich nicht mehr betreten.

Ein Fan

29.11.2020
Liebes Schmidt Theater & Schmidts Tivoli, ja es ist richtig, das Künstler kommen und gehen. Es mag auch richtig sein (heißt nicht, dass es nicht fraglich ist), sich über Kündigungsgründe NICHT zu äußern. Ungeachtet der Tatsache, das Kay Ray eine Person des öffentlichen Lebens ist (im Übrigen meiner Auffassung nach wie alle halbwegs professionellen agierenden Künstler), zählt er für mich zu den Größen der Reeperbahn, die seit Jahren die Abend- und Nachtszene des Stadtteils prägen. Mal mehr, mal weniger, mal öfter. Es ist mühselig darüber zu streiten, was wer falsch gemacht hat. Was ich aber finde worüber es sich durchaus streiten, im Mindesten aber diskutieren lassen muss, ist das Warum und die Art und Weise dieser Trennung. Einen langjährigen Mitarbeiter per E-Mail zu kündigen und ihm IM VORFELD die Möglichkeit eines Gespräches zu entziehen, indem man sagt, es würde nichts bringen, ist in meinen Augen und gerade aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit nicht nur respektlos. Nein es ist für mich asozial! Jeder Mensch hat eine Erklärung verdient, warum er so oder so behandelt wird. Klar, ob er diese bekommt, steht auf einem anderen Blatt Papier. Ihr habt eure Gründe für eure Entscheidung, diese in Frage zu stellen mir als Außenstehender auch nicht zusteht. Sich aber (und so kommt es auch leider erneut in eurer Stellungnahme rüber) bedingungslos und ohne Kompromisse hinter ein (vermeintliches) Meinungsbild Ihrer Angestellten zu stellen, halte ich für falsch und feige. Man erntet was man sät. Ich wünsche Ihnen, dass Sie genau wie Kay Ray es schafft, über Ihren Schatten zu springen und zumindest ein klärendes Gespräch zu führen. Die aktuelle Haltung tut jedoch keinem gut! Weder Ihnen, Kay Ray noch dem Ruf der Theater- und Satirebranche!

Michaela

29.11.2020
Zitat aus der Rubrik "Gerade das Schmidt": "Das Gästebuch dient nämlich, wie schon der Name sagt, vor allem den Kommentaren unserer Gäste zu einzelnen Vorstellungen, die leider im Moment noch nicht wieder stattfinden können." Trotzdem finde ich es schade, dass nun die Beiträge zu Ihrer Trennung von Kay Ray in einer untergeordneten Rubrik geschoben werden. Ich dachte, ein Gästebuch sei einfach ein (virtuelles) Buch, in das sich Ihre Gäste eintragen können. Sämtliche Einträge, die ich las, sind von Ihren Gästen, zumindest von ehemaligen. Das der Beitrag sich immer auf eine spezielle Veranstaltung beziehen muss, war mir neu, zumal im Eingangstext steht "rund um Ihren Theaterbesuch". Trotzdem kann man sagen, ging es grundlegend um Gästeerfahrungen der zurückliegenden Late Nights. Und den Platz freizuhalten für die Kritiken aktueller Veranstaltungen finde ich persönlich schon etwas makaber. Das zur Zeit keine Veranstaltungen stattfindenden, haben Sie ja selbst schon bemerkt.

M. Brose

29.11.2020
(...) Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Gästebuch-Regeln.

Kay Ray

28.11.2020
Eeeeendlich! Das Schmidt Theater äußert sich, leider verklausuliert und in juristische Feinheiten abdriftend: „Es gibt keine Beschwerde eines muslimischen Mitarbeiters, der sich wegen seines Glaubens angegriffen gefühlt hat!“ Was will uns das Schmidt Theater damit sagen? War es gar kein Muslim, der sich beleidigt gefühlt hat? Oder hat er sich nur nicht wegen seines Glaubens beleidigt gefühlt? Wenn sich der muslimische Mitarbeiter gar nicht in seinem GLAUBEN von mir beleidigt gefühlt hat - ja um Himmels Willen, worin habe ich ihn denn dann beleidigt? Und warum habt ihr das nicht klargestellt, als die Presse euch damit konfrontiert hat? Oder vorher mal mir gegenüber? Oder nachher? Jetzt zum Beispiel: Warum sagt ihr immer noch nicht, welche Stellen in meinem Programm denn so schlimm waren, dass Eure Mitarbeiter es ganz plötzlich massenhaft nicht mehr aushalten konnten, obwohl mein Programm so war wie immer? Liebes Schmidt Theater, jetzt mal Butter bei die Fische: weswegen genau musste ich gehen? ?

hauke

28.11.2020
vielen dank für die klare haltung!

A. Marf

28.11.2020
Zunächst möchte ich positiv bemerken, dass sich der Künstler von rechten Gedanken offensiv distanziert. Das ist etwas gutes. Mich als Fake hinzustellen, wobei es viele negative Einträge hier gibt, die deutlich eher für Fakes sprechen, halte ich für fast gelungen lustig! Ich kann Ihnen gern unsere Eintrittskarten des Abends vorzeigen. Aber ich möchte relativieren: Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob es am Ende des Abends noch Gäste gab, die einen Migrationshintergrund hatten. Zumindest waren es in meinem (großen) Umkreis keine, die im „ethnischen Visier“ des Künstlers an diesem Abend standen. Ich entschuldige mich für diese über-einen-Kamm-scherende Aussage. Dennoch möchte ich betonen, dass ich (als Frau übrigens) nicht das Gefühl hatte, dass auch über mich und meinen sehr norddeutschen Partner Witze gemacht wurden. Es wurde eben nicht gegen alle ausgeteilt. Wäre es so gewesen, hätte es alles deutlich relativiert. Ich habe Dich, lieber Kay, schon ca 5 mal woanders gesehen in den letzten 2-3 Jahren. Deshalb war ich so erstaunt und hatte das Gefühl, dass Du schlechte Laune hast, weil ich Dich noch nie so „drüber“ erlebt habe. Das hatte eine andere Qualität, eine andere Stärke oder Tiefe. Ich war ein Stück weit erschrocken. Ich möchte nochmals betonen, dass ich und mein Partner es so empfanden, dass das Publikum ein Stück weit empfänglicher für diverse Aussagen war. Sicherlich durch viele Beschränkungen seitens der Behörden, die ein „normales Leben“ kaum möglich machen in unserer jetzigen Zeit. Die Menschen wollten sich mal wieder Luft machen, wie Du es ja auch getan hast, was übrigens natürlich Dein und unser allen gutes Recht ist. Es hat aber eine Dynamik angenommen, bei der es hier und da kippte. Auch wenn ich weiß, dass Du es besser weißt und auch nie so sagen würdest: es gibt Menschen, die glauben, dass es ihnen durch Zuwanderung schlechter ginge. Und teilweise hatten wir das Gefühl, dass es dieses „auf den Sündenbock hauen“ war, das diverse Zuschauer so aufgeheizt hat und Dich dann wieder beflügelte. Ich glaube, das hat uns so erschrecken lassen. Es war vielleicht von allem eine Prise zuviel. Und damit sind halt (für mich verständlich) einige Fässer übergelaufen, die manche Menschen auch traurig und wütend gestimmt haben. Bleib gesund.

Tanja

28.11.2020
Sehr schade das KayRay nicht mehr ist so werden wir an keiner Show im Tivoli teilnehmen. Wir fanden ihr Haus immer toll aber sowas geht garnicht!!!

Kay Ray

28.11.2020
Lieber Kay-Fan Mir missfallen hier auch einige Kommentare und Fakes. Ich ignoriere Durchschaubarkeiten und lasse mich niemals instrumentalisieren. So, wie ich auch nicht instrumentalisiere. Wie kann man sich distanzieren von etwas oder jemandem in dessen Nähe man sich nicht befindet? Kay Ray schießt aus der Mitte gegen alles und hat Spaß dabei. Sich von der Mitte zu distanzieren würde bedeuten nach rechts oder links zu rutschen. Als ein Künstler der durchaus auch Tiere aus seinem Penis formt, rutsche ich manchmal nach unten. Meine Shows sind eher ein Auf und Ab. Begriffe wie `Systemhure´ sind unangenehm aber als Whistleblowjobber kann ich so etwa doch gar nicht ernst nehmen. Ich denke dann da hat sich ein dummer, rechter Troll vertippt und wollte `Systemuhren´ schreiben und ihm ist das `h´ nach links gerutscht. Aufregung ist dabei nicht angebracht. Das Schmidt Theater als `antisemitisch´ zu bezeichnen ist absoluter Unsinn. Es gibt dort keine `Antisemiten´. Dort gibt es vielleicht `Transvestiten´, `Stalagmiten´ oder sogar `Stalaktiten´. Die halte ich aber allesamt für ungefährlich. Es ist wie immer im Hause des Berserkers der Comedy. Nichts zu ernst nehmen, außer die Freiheit der Kunst.

Mohammed Cunt

28.11.2020
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Dominique Thurn

28.11.2020
Ekelhaft... mehr fällt mir dazu nicht ein... aus schleimiger Heuchelei und Angst vor was bitte? Dem Arbeitsgericht? Kriegt ihr den Preis bester Arbeitgeber 2020? Lächerlich... Einfach nur lächerlich...

Kay-Fan

28.11.2020
Um den „Fakenews“ von @David vorzubeugen. „Ihr verschissenen Systemhuren“ ist eine Beleidigung, die hier anscheinend (und zurecht) nicht geduldet wird. Ähnliches war in anderen mittlerweile gelöschten Beiträgen zu lesen. @Kay Das kann doch nicht Ziel sein, dass Du Dich von solchen Leuten instrumentalisieren lässt? Ich hätte mich sonst sehr in Dir und das, für was Du stehst, getäuscht! Ich hoffe, ich erhalte auf diesem Weg noch Antwort von Dir. Deshalb lese ich noch eine Weile hier mit. Bleib gesund.

David

28.11.2020
ok, noch mehr cancel culture. Viele Beiträge werden mit HInweis auf die Gästebuch Regeln gelöscht. Ich habe die meisten gelesen bevor sie gelöscht wurden und konnte dort keinen Verstoß bemerken.

Figgo

28.11.2020
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Alexander

28.11.2020
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Kay Ray

28.11.2020
Liebes Schmidt Theater Hier nehme ich Bezug auf Euch ähm auf Frau oder Herrn A. Marf Die einleitenden Worte an besagtem Abend: Zitat Kay Ray 04.10.20 „Irgendwelche Dicken hier, die nicht mehr über sich lachen können? Oder vielleicht Muslime, Türken oder Schwarze? Es wird immer gesagt: Deutschland ist bunt, multikulturell und divers! Das stimmt nicht. Wenn einer bunt, multikulturell und divers ist, dann bin ich das. Denn ich ficke wen ich will. Ich esse was ich will. Ich fahre das Auto, welches ich will. Ich sage was ich will, und ich mache Witze über alle. DAS ist vielfältig. Ich unterscheide nicht zwischen Ethnien, Gesundheitszuständen, Geschlechtern und Sexualität. Für mich zählt ob jemand ein Arschloch ist oder nicht. Da kann man Witze machen über alle.“ „Wir leben in einem Land in dem Böhmermann beinahe in den Knast sollte und Helene Fischer mit Preisen überhäuft wird. Das gehört doch umgekehrt. Nein! Eigentlich gehören beide in den Knast...... Gut. Wie kann Herr Böhmermann auch schreiben, dass Erdogan eine Ziege fickt. Das geht natürlich nicht. Vor allem nicht wo wir genau wissen, dass alle Türken meine Mutter ficken. Was denn? Machen sie mal einen Türken wütend. Dann sagt der: "Ich ficke Deine Mutter!"...die große Frage lautet: Warum wollen die eigentlich alle meine Mutter ficken? Die ist noch gut in Schuss. Sie ist aber 84. Nun ist meine Mutter ja meine Mutter. Ich bin wie sie. Deshalb hätte sie große Lust sich von einer Horde Türken durch raspeln zu lassen. Sie hat aber keine Zeit. Sie sitzt auf Fernseher und guckt Sofa. Ich hoffe wir haben Muslime hier im Publikum. Das beweist: Ihr habt Humor und das ist mir eine große Freude. Bedenkt bitte: Wir dürfen in diesem Land über Euch, Euren Gott und Eure Religion lachen. Dafür bekommt Ihr auch unser Weihnachtsgeld. Ich mache Witze über alle Religionen. Wie nennt man die Vagina eine Nonne? Christstollen!“ Zitat Ende Meine Laune, liebe Frau oder Herr A. Marf, war an diesem Abend ganz ausgezeichnet und ich habe mich mit meiner Assistentin nach der Show im Saal von den anwesenden Kellnern verabschiedet. Ich habe bei keinem der Kellner Tränen entdeckt, nicht einmal Tränen des Abschieds. Aufrecht gehend. Jeder Schmidt Gast und Kay Ray Zuschauer weiß, dass mich die beiden bestellten Wodka auf der Bühne nicht umhauen. Auch mein Side Kick Hennig Mehrtens bestätigte mir nicht nur eine gelungene Show, sondern ließ die Vermutung verlauten, wir würden in Zukunft evtl. mit der Late Night im Tivoli bleiben, entgegen unserer Pläne für 2020. Die Shows waren 2020 im Schmidt Theater optioniert. Die Stimmung war famos. Bitte nehmen sie es mir nicht übel, wenn ich nicht intensiver auf ihre Geschichte mit den weinenden Kellnern eingehe. Das ist dann doch etwas zu dick aufgetragen, liebes Schmidt Theater. Kommen wir aber zur „Witzekanone“. Zitat Kay Ray 04.10.20: „Ich arbeite ja auch noch im Bundestag als Blowjobber, ich habe so Puschen an den Knien und wenn jemand läutet dann komm ich vorbei und krabbele mit offenem Mund unter den Schreibtisch. Da fällt dem ein oder anderen Politiker schon mal ein Zettel aus der Tasche. Deshalb bin ich jetzt Whistleblower. Ich bin quasi aufgestiegen von Blowjobber zum Whistleblower. Ich bin jetzt Whistleblowjobber. Wir bauen einen Weltraumbahnhof! Wisst ihr warum? Weil das mit dem Berliner Flughafen so gut geklappt hat und von dort schicken wir dann die Rentner auf den Mond. So sind wir nämlich das Rentenproblem los, das Motto ist „Orthopädie im Orbit“, ich meine, frag doch mal alte Leute nach ihren Wünschen, „Ich möchte noch einmal was von der Welt sehen“, das können die dann in Zukunft auch vom Mond aus. Wenn Oma demnächst frech wird, sagst du: „Dünnes Eis! Bald ist Himmelfahrt.“ Neulich bin ich ja beim Whistleblowjobben im Bundestag ausgerutscht... naja auf jeden Fall hat Frau Storch von der AfD mir dann hoch geholfen und gesagt „Jetzt wissen Sie ja, wen sie wählen müssen, junger Mann.“ Da hab‘ ich gesagt: „Aber Frau Storch, ich bin auf den Rücken gefallen und nicht auf den Kopf! Sind sie nicht diejenige, die die Kinder an der Grenze erschiessen wollten? Sieheißen Storch. Der bringt sie doch!“ Zitat Ende Bezüglich der von Ihnen angefragten „schwulenfeindlichen Witze“: Es gibt keine schwulenfeindlichen Witze. Es gibt Witze über schwule und ob sie feindlich sind oder kritisch entscheidet jetzt wer? Erzählen sie jeden Witz, den sie möchten. Ich würde sie niemals zurechtweisen. Warum auch? Wir leben in einem Land mit Redefreiheit. Interessant finde ich Ihre Erkenntnisse bezüglich des Migrationshintergrundes im Publikum. Woher wissen sie, dass sich nur unter den Kellnern Migranten befanden? Kann man das an der Kleidung sehen? Gibt es sonst irgendwelche Unterschiede zu den in Deutschland geborenen Menschen? Woran erkennen sie Menschen mit Migrationshintergrund? Sagen sie jetzt bitte nicht die Hautfarbe. Das wäre rassistisch, denn an der Hautfarbe erkennt man nicht die Herkunft eines Menschen. Sofern das überhaupt wichtig ist. Also Hautfarbe und Herkunft. Ich sag ja immer Hauptsache kein Arschloch, aber das hatten wir ja schon. Es gibt da keine Zusammenhänge zwischen Hautfarbe und Herkunft. Nur die Dummheit geht oft mit der Humorlosigkeit einher. Das wissen sie bestimmt. Nun zum Finale Ihre durschaubaren Mail zur Abwechslung mal ein Zitat von Ihnen, liebe „Frau Schmidt“: Zitat A.Marf 28.10.20: „Der Neger ist bei deutschen Frauen doch nicht so beliebt, weil er schnell laufen kann. Nein, ficken kann! Ficken kann der Neger!“ Zitat Ende Na da haben sie aber ein Wirrwarr verstanden, liebe Frau A. Marfschmidt. Das ist ja ein richtiges Tohubawohu. Ich bringe mal Ordnung rein: Ich habe einen Song präsentiert von Marion Rung. Er heißt „El Bimbo“ und stammt aus den 70igern. Die Nummer lief wie folgt: Marion Rung singt: „El Bimbo lief mir weg. Erst hatt‘ ich einen großen Schreck. In San Juan da ist kein Mann, der so wie BIMBO laufen kann!“ an dieser Stelle habe ich die Aufnahme gestoppt und gesagt: „Laufen? Du wolltest singen FICKEN! Aber zu damaliger Zeit war das nicht möglich. Man durfte auf einer Bühne nicht FICKEN singen. Darum hast Du LAUFEN gesungen……EL BIMBO GING ABER, WA? Sehen sie meine Damen und Herren? Das ist Zeitgeist. Denn heute dürfen sie FICKEN singen, aber BIMBO nicht. Warten wir doch einfach ab. Im besten Fall dreht sich der Zeitgeist günstig und wir dürfen wieder alles singen was wir möchten. Auf Wiedersehen und kommen sie gut nach Hause!“ Ich finde, das liest sich nach einem schönen Abend, oder Frau oder Herr A. Marf/Schmidt? Herzlichst Kay Ray

Dr. Timo K

28.11.2020
Lieber Corny Littmann, kurzgefasst: ich bin fassungslos! seit Jahren sind wir treue und bedingungslose Fans der Schmidt-Theater. Auch und gerade weil hier Künstler auftreten, die besonders sind, die vielleicht auch mal über die Strenge schlagen und aus der Norm fallen. Ich dachte, dafür steht St. Pauli, dafür stehen ihre familiären Theater und dafür stehen Sie. Wie kann man, noch dazu ausgerechnet jetzt, so mit einem Künstler wie Kay Ray umgehen, der seit Jahren wie kaum ein anderer regelmäßig Ihre Säle gefüllt und Ihr Publikum bestens unterhalten hat?! Ich hoffe, dass Sie diesen Fehler erkennen und korrigieren können. Gerade jetzt sollten Zusammenhalt und Unterstützung doch besonders groß geschrieben sein. durch uns Fans und Besucher allemal, aber doch wohl auch unter den Künstlern selbst... Sorry, doch nicht so kurzgefasst

Sonja

28.11.2020
Kay Ray Rauswurf = auch wir reihen uns mit ein und kommen nicht wieder Wenn es nicht so traurig wäre,könnte man drüber lachen

Ronald

27.11.2020
Was ist los mit Euch? Wo leben wir jetzt eigendlich? Meine Besuche bei stellen wir bis auf weiteres ein. Ich mag zwar Kay Ray nicht besonderst, aber das hier geht garnicht,

Dr. Meyerdierks

27.11.2020
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C. Schwamm

27.11.2020
Es kann nicht sein, dass die Beleidigten und die Empörten der freien Kunst ihren Willen aufzwingen. Das führt in einen Abgrund. In der Kunst darf nichts off limit sein. Die Theaterbetteiber sind Verräter an der Kunst und der freiheitlichen Gesellschaft.

Tuncer

27.11.2020
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Pelle

28.11.2020
Bei aller Liebe und Verbundenheit zum Schmidt Theater (wo ich dereinst, in jenen herrlich improvisierten, tollkühn-schrillen Anfangsjahren diverse Mitternachtsshows zu moderieren die Ehre, Freude und Nerven hatte): An diesem besagten (seltsamerweise sieben Wochen später erst) beklagten Abend war ich dort - am Tatort: im Schmidts Tivoli! Gemeinsam mit meinem Freund haben wir dort nicht nur nichts unverzeihlich Unzumutbares erdulden oder gar erleiden müssen, sondern sehr gelacht – zusammen mit dem (coronsicherheitskonzeptbedingt halbierten) Rest des ebenfalls vergnügten Saalpublikums. Klar ist Kay Ray frech – genau deshalb besucht man ja seine Shows: um bei so einem Nicht-Öffentlich-Rechtlichen noch einmal, wie in früheren, politisch-unkorrekt lustigeren Zeiten, von ganzem Anarcho-Herzen sich des staatlich und medial unbetreuten Lachens, Prustens und Gackerns zu erfreuen! Dem zartbesaiteten Gastro-Personal sei gesagt: Als Veganer sollte man sich seinen Job nicht im Schlachthof suchen - und als Spaßbremse nicht im Tivoli! Dieser ganze hochmoralisch aufgeladene Theaterdonner ärgert mich, geht mir nahe und tut mir leid - für Kay Ray (einer der letzten seiner Art; ein Spaßmacher ohne Furcht und Tadel!) wie auch für das Schmidt, welches (seit dem 8.8.1988) ein stets geliebter und geschätzter Garant der ungepflegten Unterhaltung ist – oder war? Pelle Pershing

Yusuf A.

28.11.2020
In der Diskussion wegen dem "Rausschmiss" von Kay Ray, frag ich mich, ob einer von den Fans oder Presse, sich mal Mühe gemacht hat um zu überprüfen ob die Aussagen überhaupt stimmen. Herr Ray zitiert auf seine Facebook Seite die Mail vom Theater. Die muss es ja irgenswo geben. Dann sagt er: "Die Mitarbeiter waren muslimische Kellner." gibs dafür überhaupt Beweise? Ich der Bildzeitung steht "auf Umwegen will Ray erfahren haben..." das kann ja jeder sagen. Nun werden von seine aufgebrachten Fans sogar Künstler wie Elke Winter beschimpft, obwohl die gar nichts für können. Die AFD macht nun auch schon Stimmung mit seiner Geschichte. Bin gespannt wie lang das Video is wo er sich davon distanziert. Und wenn er sich nich distanziert, dann "schießt" er auch nicht aus der Mitte.

Jörg

28.11.2020
Wir sind mit Freunden u. Familie über Jahre regelmäßig Gast ihres Theaters gewesen, haben kaum ein Programm nicht gesehen. Ich habe mehrmals im Jahr Gruppenfahrten ins Schmidt's Tivoli organisiert. Nachdem was ich/wir heute bzgl. Kay Ray lesen mussten mit der Begründung (!!!) seiner Entlassung(wer wird in seiner Show humoristisch nicht durch den Kakao gezogen?!), werden wir ihr Theater nicht mehr besuchen. Erschreckend das selbst auf St. Pauli die Comedians/Künstler zensiert werden... . Ich hoffe das sich zukünftig alle Künstler u. Besucher vorher Gedanken machen im Schmidt's Tivoli auftreten/besuchen zu wollen und zu einer ähnlichen Entscheidung kommen wie wir!

kirk

28.11.2020
wow, das ist dermaßen faschistoesk, dass einem die spucke wegbleibt. Wenn die Kellner nun mit der sexualität vom littmann nicht einverstanden sind, geht er dann auch?

Patrick

28.11.2020
Ich hoffe noch, dass es sich bei dem Fallenlassen von Kay Ray um eine clevere Aktion handelt, um auf die Gefahren von vorauseilendem Gehorsam (Cancel Culture) hinzuweisen. Sollte dies nicht der Fall sein, wird es auch mich als Gast der Schmidt-Häuser nicht mehr geben (Herz blutet). Ist es möglich, meine Gutscheine am Tresen in Schampusbuddeln umzutauschen? Hab' ja auch kein Geld zu verschenken ... Tschüssi und Danke für viele fröhliche Theaternächte mit billigen Zoten und krummem Klamauk. PS: Was kommt als nächstes: Mitarbeiter, die sich über Männer in Stöckelschuhen beschweren? Grund Gütiger ...

Yvonne

28.11.2020
Als PA von Kay Ray kann ich seinem ersten Eintrag hier im Gästebuch voll und ganz bestätigen und dem ist nichts hinzuzufügen. Ein Kay Ray macht Witze über alle/ alles und auch über sich selbst. Einzig und allein zwischen Mensch oder Arschloch wird unterschieden. Könnte man dennoch einen Grund für eine Diskussion oder einen Zwist sehen, sollte man offen darüber reden statt hinterrücks die Zusammenarbeit ohne offene Angabe von Gründen aufzulösen. Liebes Schmidt-Theater „Brutal Comedy“, dieser Titel kommt von Euch, vielleicht hättet ihr die Angestellten aufklären sollen, dass Kay Ray genau das tut und sich da niemand zu ernst nehmen sollte. „Zeitgeist“ wäre hier gewesen zu intervenieren und nicht den Spalt größer zu machen. Ein kurzer Satz noch zu Herrn/Frau A. Marf: Entschuldigen Sie, wenn ich an Ihrer Echtheit zweifle. Ihr Eintrag klingt mehr als komisch. Der übermäßige Alkoholkonsum bei einem Glas Vodka scheint mir doch eher übertrieben, das war früher. Als „Mehrfachgänger“ zu Kay Ray sollten sie wissen, dass im Gegensatz zu früher kaum noch Alkohol fließt und an diesem Abend wie gesagt genau ein Glas. Weiter kann doch nur das Schmidt selber beurteilen, ob und wie viele Gäste mit Migrationshintergrund an dem Abend dort waren, weder am Aussehen noch durch Smalltalk (Einlassbestimmungen Corona) ist das als Gast möglich. Woher sind Sie also sicher das keine dort waren? Alles in allem klingt Ihr Eintrag wie gesagt eher wie ein Fake als einer eines Gastes vor Ort.

Ole Embe

28.11.2020
Erbärmlich

Bürgerin

28.11.2020
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Dominique Thurn

28.11.2020
Die goldene Regel ist man macht sich über gar nichts lustig oder über alles und dem Motto ist auch Kay immer treu geblieben. Er macht Witze über Behinderte und ein Behinderter lacht. Witze über Homosexuelle und ein Homosexueller lacht. Witze über Christen und ein Christ lacht. Und genau so lachen Muslime. Sicher irgendeiner fühlt sich immer auf den Schlips getreten, aber dann soll er gehn. Denn er ist freiwillig da. Egal ob Gast oder Angestellter. Niemand der für das Tierwohl kämpft wird beim Walfang arbeiten und jemand der Satire nicht versteht, sollte nicht im Theater arbeiten. Der Mitarbeiter kann vllt nicht mal was dafür, aber der der diese Konsequenz daraus zieht... ????????????????????

Ak

28.11.2020
Ich schließe mich den Vorrednern vollkommen übereinstimmend an. Theater wie euch wünsche aus tiefstem Herzen die Pleite! Ich hoffe ihr überlebt den Lock Down nicht, und keinen Cent Unterstützung. Macht am besten selber dicht, euch selber im Spiegel noch zu ertragen zeigt wie sehr es verdient arbeits und mittellos zu werden.

Kay-Fan

28.11.2020
Hallo Kay Ray, Ich weiß nicht, wie ich Dich sonst kontaktieren kann, also versuche ich es über diesen Weg. Ich bin großer Fan Deiner Kunst und ich empfinde es nicht gut, dass Du nun keine Heimatbühne mehr in Hamburg hast. Aber das wird schon wieder! Da bin ich mir sicher! Ich glaube, ausschließlich der Dialog kann helfen, um nochmal das Ruder rumzureißen! Vielleicht gelingt es ja, dass sich Herr Littmann nochmals mit Dir trifft und es zu einem Gespräch kommt. Eine Bitte habe dennoch, weil ich einige Einträge hier im Gästebuch gelesen habe. „Eine durch Intoleranz geprägte Minderheit verlang Respekt welches diese Gruppe uns niemals entgegen brachte!“ Diese Aussage meines Vorredners erschüttert mich zutiefst. Bitte distanziere Dich von solchen Menschen! Solche Aussagen sind Deiner Kunst nicht würdig. Du machst intelligente Kunst, die auch von manchen missverstanden werden kann. Aber bitte sei kein Sprachrohr von deutschen Wutbürgern, die Deine Aussagen nicht mit der Ebene dahinter verstehen, sondern sehr sehr Ernst nehmen. Ich freue mich auf Deinen nächsten Auftritt.

Andreas Filek

28.11.2020
Ich bin sehr enttäuscht vom Schmidt Theater, als ich von der Kündigung von Kay Ray hörte. Ihr gibt Kultur dieses Landes auf. Satire und Komödie sind ein wichtiger Teil unseres Lebens. Eine durch Intoleranz geprägte Minderheit verlang Respekt welches diese Gruppe uns niemals entgegen brachte! Hat Ihr gar kein Selbstwertgefühl?!!! Kein Stolz ? Kellner kann man Austausch aber guten Schauschpieler kaum! Ich bedauere aber ich und meine Freunde sagen Euch Tschüss und nie wieder . Es tut mir leid aber so ein Verhalten ist nicht akzeptabel.

Sascha Beez

28.11.2020
Ich bin sehr enttäuscht vom Schmidt Theater, als ich von der Kündigung von Kay Ray hörte. Ihr seit erbärmlich !!! Wie lange kennt IHR Kay schon? Ist er ein Rassist? NEIN !! Hat er irgendwelche Vorurteile, gegen andere Menschengruppen? NEIN !!! Er ist der "offenste" und nettes Mensch, den ich je kennenlernen durfte. Wäre die ganze Welt so wie Kay, gäbe es keine Kriege und Streit auf dieser Welt. Krieg und Streit, gibt es nur, weil es solche Leute gibt, die keine Humor verstehen und so engstirnig/verbittert sind. Danke an die Personen, die dafür Verantwortlichen und dafür gesorgt haben, das Kay gekündigt wurde. Ihr seit das Problem!!! Nicht Kay !!! Eine große Geste/Entscheidung, wäre es gewesen, hättet ihr die Leute gekündigt, die sich gegen Kay beschwert haben. Denn diese Personen, sind das Problem !!! Nicht Kay !!! Schmidt Theater hat einen großartigen Menschen verloren und sich zu einem erbärmlichen und einfachen Theater zurückentwickelt. #KayRay lass Dich nicht unterkriegen und mach genauso weiter !!!!

Gerd + Claudia

28.11.2020
aus einem Theater, das einzigartig war in Deutschland wurde durch den Rauswurf von Kay Ray die Augsburger Puppenkiste ( sorry Ihr Puppen )

Ein Ex-Gast

28.11.2020
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wilbour

28.11.2020
ihr? nie wieder!!! #kayray

Thomas Z.

28.11.2020
Gerade habe ich mitbekommen, dass Ihr Kay Ray gekündigt habt weil er angeblich islamfeindliche Witze gemacht hat. Wie erbärmlich ist das denn, dass Ihr vor den Beschwerden muslimischer Mitarbeiter einknickt und hier die Kündigung aussprecht. Es ist für mich schwer in Worte zu packen, was mir dazu einfällt. Seid gewiss, dass Ihr hier Euren Ruf als nettes Theater verloren habt. Ich hoffe sehr, dass ihr das durch Rückgang von Besuchern auch zu spüren bekommt. Das wäre zumindest ein Zeichen, was die Gäste Euch gegenüber setzen könnten. Wer solche Witze nicht ertragen kann (...und die waren wirklich gut), hat die Kunst nicht verstanden.

Felix Z.

28.11.2020
Es ist erschreckend, was mit unserer Kultur passiert und ist traurig, wie mit einer gestandenen Kunstfigur umgegangen wird. Kay Ray war und ist eine Institution und gerade sein Humor zeichnete ihn schon immer aus. Ich selbst bin schwul, evangelisch und Ossi - und?! Ich hab mich extrem gefreut, im August im Schmidt‘s zu Gast zu sein und endlich wieder die legendäre Kay Ray Late Night zu sehen. Das dieses Theater ab sofort strikt gemieden wird ist natürlich selbstverständlich. Es ist natürlich ehrenwert, dass sich vor Mitarbeiter gestellt wird. Es wäre jedoch nobel, sich vor die Mitarbeiter und den Künstler zu stellen. Ich bezweifle stark, dass sich das Tivoli über die Ausmaße der Handlung im Klaren war. Schade, aber dann sehen wir Kay Ray auf anderen Bühnen und eben nicht mehr in der humorfreien Zone des Tivoli.

Jonas W.

28.11.2020
Bin immer nur wegen Kai gekommen. Finde nicht in Ordnung wie hier mit Künstlern umgegangen wird. Schade, dass es so enden musste. Ihr kennt euch doch auch schon so lange. Ich hoffe es folgen Gespräche und ihr redet mal wieder über die Sache. So einen wie Kay gibt auf dem Level nur 1 mal in Deutschland. Buddha lehrt; "sei nicht nachtragend und trage keinen groll in deinem herzen, denn verbitterung zieht dich nach unten wie steine an deinen füßen." In diesem Sinne Beste Grüße Jonas

A. Marf

28.11.2020
Ich war zu Gast bei Ihnen und der letzten KayRay Latenight. Ich möchte hier meine Sicht der Dinge widerspiegeln. Ich habe den Künstler Kay Ray schon oft erlebt, aber was an diesem Abend los war, widersprach all dem, wofür unsere jetzige offene Welt steht. Kay Ray sagt zwar, dass er gegen jeden und alles schießt, um niemanden zu diskriminieren oder auszuschließen, damit eine Gleichbehandlung stattfindet, aber dieser Abend ging wirklich zu weit und entsprach nicht seinem gewohnten Vorsätzen, die wir so schätzen! Einleitende Worte entsprachen seinem immer wieder zu respektierendem Credo, wenn man sich aber nicht daran hält und ausschließlich gegen die Bundesregierung, Muslime und Schwarze tritt, sind es eben nicht alle, die ihr Fett wegbekommen. Dieser Abend schien mir zum Schluss wie eine von Herrn Höcke geführte AFD Veranstaltung ganz tief im Osten. Das war nicht mehr lustig und auch die Kunst darin war nicht mehr zu erkennen. Kay Ray hatte an diesem Abend merklich schlechte Laune und machte sich durch seine Aussagen und deutlichen Alkoholkonsum Luft. Viele Zuschauer feierten es mit den Worten „Endlich sagt es mal einer!“ und mir fehlten nur noch Flaggen aus längst vergangenen Tagen, die vom Publikum geschwenkt wurden. Ich kann die jungen Herren und Damen des Kellnerteams schon verstehen, da neben mir Menschen saßen, die mit blankem Finger auf eben jene zeigten und tuschelten. Das war nicht mehr okay und ich und mein Partner fühlten sich sichtlich unwohl und hatten ebenso oft Blickkontakt mit einem der Kellner, der nach über 90minuten Schussfeuer aus Kay Rays „Witzekanone“ sichtlich Tränen in den Augen hatte, weil er mit dieser Situation scheinbar nicht umgehen konnte. Wie wäre es denn, wenn ich sagte, dass ich gegen alle und jeden austeilen würde und dann ausschließlich schwulenfeindliche „Witze“ machen würde unter dem Deckmantel der Kunst. Ich glaube, irgendwann würde mich jemand zurecht weisen. Nur es gab eben nicht diejenigen im Publikum, die es betraf. Ausschließlich bei den Kellnern gab es diese Menschen mit Migrationshintergrund. Und diese Taten mir Leid, weil AUSSCHLIESSLICH diese in die Mangel des Künstlers genommen wurden. „Der Neger ist bei deutschen Frauen doch nicht so beliebt, weil er schnell laufen kann. Nein, ficken kann! Ficken kann der Neger!“ Das ist nicht okay. Herr Littmann. Es muss toll sein, sie als Chef zu wissen. Bitte bleiben Sie Ihrem Verstand und Ihren Mitarbeitern loyal. Sie werden es Ihnen danken.

Ulli DeVau

28.11.2020
Corny...Kay wird noch auf den Bühnen stehen, wenn du längst verschwunden sein wirst, denn er hat dir etwas ganz Entscheidendes voraus...RÜCKGRAT und AUTHENTIZITÄT...du hast einen Bumerang geworfen und er wird seinen Weg zurück finden...

Andreas

27.11.2020
Nach dem Rauswurf, kann ich das Theater nicht mehr unterstützen. Zum Glück gibt es alternativen.

Fredo 88

27.11.2020
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Gisa

27.11.2020
Wir sind auch ganz oft im Schmidts gewesen um Kay zu sehen. Wir kennen auch die "ach so schlimmen" Sprüche und können nichts finden, was einen Rauswurf und das auch noch auf diese Art und Weise rechtfertigen würde! Das manche hier von AFD Anhängern sprechen ist nicht zu fassen! Wir reihen uns ein und kommen auch nicht mehr!

Andrea Mendach

27.11.2020
Kay Ray’s Statement : Ich finde es eine Schande, was hier teilweise hinterlassen wird!!!’ Ich fand KayRay auch wirklich gut, war in mehreren seiner Shows und die Schrille Nacht mit ihm war quasi ein “MUSS”. ABER: wir waren alle nicht bei dem Auftritt dabei- die Mitarbeiter schon!! Ich persönlich finde es HERAUSRAGEND von Herrn Littmann, dass er sich als Chef in einer solchen Situation schützend VOR seine Mitarbeiter stellt. Das ist eine Form von Loyalität, wie man es bei Vorgesetzten heutzutage leider nur selten findet!!! Ich finde es zeugt von Größe, das Wohl seiner Mitarbeiter VOR eventuellen Profit an erste Stelle zu setzen. Und sollen Mitglieder der AfD wirklich die neue Zielgruppe von Kay Ray sein? Vielleicht sollte der Künstler sich auch einmal hinsetzen und DAS überdenken. Denn wenn DAS die neuen Zuschauer und Fans von Kay Ray sind, zeigt es, dass das Schmidttheater ALLES richtig gemacht hat!!! Herr Littmann: Sie haben meinen größten Respekt für Ihre Entscheidung und danke Ihnen, dass Sie mir den Glauben an loyale Vorgesetzte ein wenig zurückgegeben haben. Allles Gute und bis nächstes Jahr :)

Nando Martínez

27.11.2020
Kay Ray Danke Schmidt &Tivoli. Nazis Raus Die AfD Mitglieder haben bei euch nichts verloren. Alle Rausschmissen, ihr habt mehr als genug Gäste und Unterstützer. Grüße aus Hannover

Christine Ce

27.11.2020
Tja , leider kommt dieses Theater nicht mehr in Frage für meine Familie , Bekanntschaften, Freunde und mich !! Diese 42 Personen sind der selben Meinung ... keine Haltung und kein Rückgrat ist nicht sehenswert !!!

Serkan Gümus

27.11.2020
Merhaba Ich bin selbst Türke und hier aufgewachsen. Wie Ich hörte könnt ihr über Christliche Witze lachen aber Muslimische Witze wird man direkt gesündigt Was stimmt den nicht mit euch ? Wie tief könnt ihr sinken? Habe immer gedacht das man in Deutschland alles sagen darf . Ich hoffe viele Treue Kunden werden deswegen nicht mehr kommen. Das kommt wen man Spd und Grün wählt. Lieber ein reiness Gewissen auch wenn der Laden weniger Umsatz bringt. Weiter so.

Jens

27.11.2020
Dies ist also euer Verständnis von Meinungsfreiheit?! Oder seid ihr einfach nur feige und habt Angst vor den radikalen Vertretern des Islam? Sich zu ducken und den Schwanz einzuziehen ist keine Lösung!

Traurig

27.11.2020
Was würde der Corny Littmann, der sich damals gegen die Zensur aus Bayern aufgelehnt hat von seiner jetzigen Version halten? Satire und Kunst sind ein hohes Gut. Anscheinend nicht mehr im Schmidt Theater. Ich werde auf jeden Fall keine Besuche mehr einplanen.

Nicki

27.11.2020
Ich hatte mich dieses Jahr auf unseren Städtetrip gefreut, der leider wegen Corona ausfiel - vor allem wollte ich in dieses Theater - das stand für mich für anti eine Alternative pure Freiheit - jetzt schmeißt ihr Künstler raus, die sich genau daran halten in ALLE Richtungen austeilen, ... auch und MEINE, was ich aber gerne hinnehme ... weil sie sich gegen das immer eingeschränktere deutsche Weltbild stellen und das natürlichste für ihre Zunft tuen, zu kritisieren, Witze zu reißen , den Spiegel vorzuhalten ... dann brauche ich nicht mehr in ihr Theater zu kommen , da macht es auch das politisch korrekte hier ums Eck ... das besuche ich aber nicht weil es mich langweilt ...

Nils Rainer

27.11.2020
Traurige Entscheidung leider nur Symptom unserer Kultur. Ich hoffe die Meinungsfreiheit wird siegen. Schade das sie gerade in einem Kabarett auf ganzer Linie versagt.

Kalle

27.11.2020
Was für ein charakterloses Islam-Appeasement. Schämt euch!

Sebastian

27.11.2020
Ich hab mir den "problematischen" Text von Kay Ray jetzt dreimal, auf der Suche nach etwas, das wirklich wirklich zu weit gehen könnte, aufmerksam und kritisch durchgelesen. Nichts. Absolut nichts. Der Text ist völlig harmlos und im Rahmen von Satire in diesem Land sogar noch fast "zahm". Und erst im Vergleich zu Höhepunkten seines sonstigen Programms... Was hat euch denn da geritten? Es gibt in diesem Land, auch während der Berufsausübung, kein Recht darauf sich nicht verletzt zu fühlen. Egal welchen Glauben ich habe oder eben nicht habe. Es gibt klare strafrechtliche Regeln für Beleidigung und zusätzlich die allgemeine Freiheit der Kunst. Und diese geht mit Absicht und Recht sehr weit. Gerade von einem Laden auf St. Pauli mit der Geschichte und vor dem Hintergrund gegen welche Widerstände die aktuelle gesellschaftliche Freiheit erkämpft wurde, erwarte ich viel mehr Haltung in Bezug auf genau jene Werte, die ihr mit durchgesetzt habt: das Recht Dinge zu tun, zu zeigen und zu sagen, die an Grenzen gehen und den gesellschaftlichen Konsenz herausfordern. Ihr habt euch da vorauseilend einem Mimimi ergeben. Und nicht mal einem starken oder nachvollziehbaren. Das enttäuscht mich maßlos, muss ich sagen. Gerade von euch hätte ich sowas eben nicht erwartet.

Nadine

27.11.2020
Kellner gibts wie Sand am Meer, Kay Ray hingegen ist ein Unikat, der seit Jahren zig tausende Menschen begeistert! Die ausverkauften Shows sprechen eine deutliche Sprache, wen interessiert da also so ein Mimimi ?! Sowas unprofessionelles und kleinkariertes und das auf dem Kiez... Zensur a la Bayerischer Rundfunk lässt grüssen......

André

27.11.2020
Satire darf viel, Satire darf auch mal wehtun. Wer allerdings Satire nicht versteht oder als Störung empfindet ist hier falsch - In vielerlei Hinsicht. Wirklich schade diese Unterwerfung und schade dass die unbeschwerten Jahre, die wir erleben durften nun vorbei sind. Viel Spaß und Erfolg mit dem "neuen" Publikum...

Frank Hartmann

27.11.2020
Schande über Euch! Der Islam darf in D wohl alles, umgekehrt geht aber nicht oder wie? Hoffe nur das die Entlassung von Key Rey inkl. dem Lockdown solchen "Einrichtungen" wie eurer das Genick brechen wird!!

Ralf

27.11.2020
Es fehlen die Worte. Das Theater wird zum Trauerhaus.

oliver gehritz

27.11.2020
ich hoffe ihr geht richtig pleite, wer sich so anbiedert hat hier nix zu suchen!!!

nobbs

27.11.2020
Wie eine Fahne im Wind seid ihr. Satire und Meinungsfreiheit sehen anders aus

Sindy

27.11.2020
Wer Künstler rausschmeißt weil er einen Witz zum Thema Islam macht sollte sich fragen ob er seinen Laden nicht gleich ganz schließt! Ihr habt mich nach dieser Aktion definitiv als Kunde verloren!

Martin Waßmann

27.11.2020
Ich hätte das nie für möglich gehalten, dass Ihr Eure Zusammenarbeit mit einem Künstler beendet, der seit Jahrzehnten bei Euch arbeitet und der dafür berühmt ist, dass er sich selbst und alle anderen Menschen und Menschengruppen aufs Korn nimmt. Ich hätte mich mal an Eurer Stelle sehr intensiv mit Euren Kellnern und deren Verhältnis zu Humor und Freiheit in der Kunst auseinandergesetzt. Was ist nur aus dem Schmidt's geworden.

Ingo Beyer

27.11.2020
Den Künstler Kay zu feuern ist unter aller Kanone...

Alexander Tower

27.11.2020
Wie ich soeben gelesen habe ist dem Künstler Kay von Ihnen gekündigt worden. Wegen Unverständnis unserer Kultur gegenüber einiger Ihrer muslimischen Angestellten. Ich werde jetzt so einiges auf die Beine stellen damit Ihre Wiederöffnung auch nach dem aktuellen Lockdown, nicht oder nur mit großem Schwierigkeiten von statten gehen wird. Mit großer Verachtung

Christian Wenzel

27.11.2020
Satire darf alles. Ein Grund Ihr Haus nicht mehr zu besuchen.

Volker Heesch

27.11.2020
Ihr habt Kay Ray rausgeschmissenen? Was ist los mit euch? Ich bin enttäuscht. Wer Probleme Satire hat und Beleidigungen nicht verträgt, ist im Kabarett falsch. Vielleicht sollten diese Menschen dann wirklich besser zu Helene Fischer gehen! Kabarett darf wehtun. Kabarett soll wehtun!

BERND

27.11.2020
Widerlich was diese Erwachten (wokeness) Tugendwächter so machen. Nun weiß ich ganz sicher, das ich diesen Ort Niemals mehr betreten werde. Und die Freunde auch nicht mehr.

Hans

27.11.2020
Was für ein scheinheiliges und opportunistisches Gehabe Ihres Theaters. Hoffentlich geht pleite! ????????????

Marvin

27.11.2020
So so, das nennt ihr politisch korrekt ? Satire darf eine ganze Menge, vorallem auf Missstände hinweisen! Bei euch offensichtlich nicht ! Mich seht ihr nicht mehr in eurer Einrichtung!

Christian

27.11.2020
Ohne Kultur wird es still. Es wird auch mit manch einem Kulturbetrieb still!

M.

27.11.2020
Widerlich. Ich hätte sämtliche Kellner gefeuert, die sich beleidigt gefühlt haben. Als kleine Lektion und aus Fürsorge, daß sie auf diese Weise lernen in welchem Land sie leben: nämlich in einem, in welchem JEDE Religion ungestraft veralbert und verspottet werden darf und es genau so auch gut ist, daß es so ist. Obendrein sind Kellner leicht ersetzbar....

Fredo 88

27.11.2020
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Axel

27.11.2020
Was früher das Argument war, ist heute das Es-fühlt-sich-falsch-an-Sentiment: Irgendwas stimmt nicht mit einem Text, einer Meinung, einer Weltsicht - schon ist das Ding im Staubsauger der ethischen Raumpfleger verschwunden.

Ritta

27.11.2020
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Horst

27.11.2020
Littmann Du hast 2 Fehler gemacht: a) du hast Kay Ray ins Programm genommen (er ist wirklich nicht top notch als comedian) b) Du hast ihn mit jämmerlicher, preudokorrekter Begründung aus dem Programm geworfen Gerade mit Humor, wenn auch derbem, kann man die Abartigkeit orientalisch-migrantischer Verachtung, mit der ALLE konfriontiert werden, am besten bloßstellen. Willst Du den Job tatsächlich den Nazis und AfD-lern überlassen? "Isch ficka deina Mutta" ist wirklich als ultimative Bedrohung gemeint. Noch nie den Spruch reingedrückt bekommen? Dann schlaf weiter. Was Du getan hast ist einfach nur erbärmlich.

badidada

27.11.2020
Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder. Das Schmidt Theater hat angerichtet, und bietet fortan nur noch geschmacklose Einheitskost.

H.

27.11.2020
Einfach eine Frechheit!

Luk123

27.11.2020
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Peter Reuting

27.11.2020
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Stefan

27.11.2020
Schade, dass jetzt Künstler aus Gründen der Political Correctness nicht mehr bei Ihnen auftreten dürfen. Und das an einem Theater, das ich immer für seine scharfsinnigen Satiredarbietungen geschätzt habe. Ich werde mir nun andere Theater suchen, an denen die Freiheit der Kunst noch geschätzt wird.

David

27.11.2020
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Nici

27.11.2020
Liebes Schmidt Theater, Sie passen sich gerade dieser humorlosen Zeit an. Wie kann man einen Künstler wie Kay Ray aus dem Programm werfen?! Ich persönlich finde es unglaublich, wie man hier agiert ....ein muslimischer Kellner fühle sich beleidigt..... mein Gott..... kann man nicht mehr über sich selbst lachen? Weiß man nicht um das Programm von Kay Ray wenn man dort arbeitet? sehr traurig. Ich habe noch einen Gutschein für die Show....den Wert dürfen Sie mir gern auszahlen... ihre Mainstream Nummern dürfen sich gern andere ansehen.... wir kommen bestimmt nicht wieder.

Jürgen von Thaden

27.11.2020
Kleiner Nachtrag: Das wäre eine Umkehr von den Werten und der künstlerischen Freiheit die sie gerade besonders gemacht haben. Sie hätten damit für uns eine Schwelle überschritten, auch wenn dies wahrscheinlich unter Druck geschehen ist, die wir nun nicht mehr mitgehen werden...Sollte ihr Theater wieder öffnen dürfen...MfG

Jürgen von Thaden

27.11.2020
Nach zahlreichen Besuchen bei ihnen würde ich gerne wissen ob der Bericht hinsichtlich der Beendigung der Zusammenarbeit ihrerseits mit Kay Ray den Tatsachen entspricht??? MfG

Panangesch

27.11.2020
Ich habe lange Zeit im Schmidts als Kellnerin gearbeitet und es trifft mich zutiefst, dass solch eine feige und peinliche Entscheidung, an einem einst so freien Ort getroffen wurde. Ich habe Kay und andere Künstler oft gesehen und war auch nicht immer amüsiert, manchmal sogar vor den Kopf gestoßen, aber so etwas muss man tolerieren in unserer Gesellschaft und vor allem an solchen Orten. Das ist nicht mehr das Schmidt was ich so lieben gelernt habe.

Stefan

27.11.2020
Liebes Schmidt Tivoli, nachdem Sie meinen nächtlichen Beitrag löschten (ich meine, nicht gegen Ihre Regeln verstoßen zu haben), nochmal sehr vorsichtig formuliert: Sie haben mich als Gast und zahlenden Kunden verloren. Genauso wie Sie mir das Wort durch Löschung eines Kommentars verbieten, tun Sie dies auch mit der Meinung eines Ihrer Künstler. Wie sagte D. Bonhoeffer: "Gute Nacht, Deutschland"!

Stefan

27.11.2020
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Rudolf Solinger

27.11.2020
Es ist traurig und eine Schande zugleich, wie sie mit der Freiheit der Kunst(in dem Fall dem Künstler" umgehen. "Deutschland wird sich verändern...." es hat sich schon verändert und leider nicht zum Besten ????

H.Förstermann

27.11.2020
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Michaela

26.11.2020
Herzlichen Glückwunsch, liebes Schmidt-Theater! Sie haben sich, wie man hört, von Kay Ray getrennt. Anscheinend haben Sie (ich vermute, der momentanen schlechten Auftragslage geschuldet) Ihre Stelle des künstlerischen Leiters mit fachfremden Personal aus dem Kellner***innen-Bereich besetzt, die sich von diesem Künstler beleidigt gefühlt haben. Diese persönlichen Befindlichkeiten gehen natürlich in jedem Fall dem Geschmack des Publikums vor. Demnach werden Sie ja auch Ihr Publikum, welches Kay Ray selbst bis in Ihr Haus verfolgte, nicht weiter vermissen. Und ich bin sicher, ich werde nicht die einzige sein, die Sie damit verloren haben.