Schmidt Theater & Schmidts Tivoli - Theater Gastronomie Hamburg Reeperbahn

18.07.2002 Verrückte Welt - Weihnachten im Sommer???

Zugegeben...
es ist Weihnachten. "Was?" werden Sie jetzt fragen. Bei Ihnen natürlich noch nicht. Aber bei mir.

Im Wohnzimmer steht ein aufblasbarer Weihnachtsbaum. Über dem Tisch in der Küche hängt der Adventskranz. Ein Mistelzweig prangt über der Tür und jeden Morgen wenn Toddi (mein Schatz) die weihnachtliche Wohnung verlässt, (um 5:30 Uhr) stehe ich mit gespitzten Lippen unter genau diesem Strauch um mir den Glückskuss abzuholen. Bevor ich ins Bett zurücktaumle, wird ein Türchen an meinem Schokoladenkalender geöffnet und mit diesem Puddis Puddinggesicht mache ich dann eine kleine Reise zurück in meine Kindheit. Damals schmeckte es genauso. "Was ist mit Kay los?" denken Sie nun. Tja, Kay bereitet die Moderation der Weihnachtsshow im Schmidt Theater vor. Ohne weihnachtliche Stimmung ist das nicht möglich. Also sitze ich da und mache mir Gedanken was man den vielen Menschen, die das Theater auf der Suche nach weihnachtlicher Unterhaltung besuchen, präsentieren kann.

Eigentlich geht es ja sowieso bald los. Die ersten Weihnachtsmänner stehen bestimmt schon im Lager meines heiß geliebten Supermarkts. Aber mal ehrlich…, ich freue mich auf diese Zeit Jedes Jahr!!!

Natürlich wird es wieder die üblichen Floskeln geben: "Ich muss nicht auf Befehl gemütlich sein!" oder "Das Fest des Fressens !" Irgendwie gibt es immer Menschen, die nur darauf warten einem die Stimmung zu vermiesen. Komischerweise funktioniert das bei Kindern nicht. Und darum auch nicht bei mir. Nein! Erwachsen werden, nur um mir diese Floskeln anzugewöhnen? Wohl nicht!

In einer hektischen Zeit, wie dieser, ist es natürlich schwer Ruhe zu bewahren. Doch hat man sie gefunden, kann man sich über die schönen Dinge des Lebens freuen. Nicht nur die Traditionen kann man dann genießen, sondern auch den Baum vorm Haus. Die Weihnachtsnörgler würden dem Baum im Herbst unverschämten Laubabwurf vorwerfen..., verstehen Sie was ich meine? Überlassen Sie das Nörgeln anderen. Freuen Sie sich über die Dinge die uns das Leben bietet. Seien Sie lustig auch mit Alkohol, denn Weihnachtsnörgler "können auch ohne Alkohol lustig sein!" Frei nach dem Motto alles in Maßen, bewusst und freiwillig.

Schwimmen Sie rüber über den Weihnachtsnörglerfluss. Am anderen Ufer ist das Wetter genau so schlecht, aber dort konzentriert man sich dann an den anderen schönen Dingen, die so ein Tag von 24 !! Stunden zu bieten hat. Sicher könnte man auch an diesem Tag alle vollnölen. "Hach, das ist ja wieder ein Wetter!" Aber hier sagt man: " So viel Regen! Da fällt mir ein, wollen wir nicht in die Schwimmhalle gehen.... ?"

Und genau das mache ich jetzt auch. Marie Johanna, zieh den roten Mantel aus, schmeiß die Rute in die Ecke und nimm den Bart ab, wir gehen schwimmen…….. .

Gruß Kay