Schmidt Theater & Schmidts Tivoli - Theater Gastronomie Hamburg Reeperbahn

Titten, Titten, Titten.

Keine Titten, Super-Show: Kay Ray vom 28.-30.5. im Schmidt Theater.

Zugegeben…. 14 Tage sind eine lange Zeit. 14 Sekunden allerdings können noch viel länger sein. Kommt drauf an, was man in diesen 14 Sekunden macht….. und ob man es freiwillig macht…. und ob es bei 14 Sekunden bleibt!!!! Nein, freiwillig tue ich mir die Titten- und Lutsch mich - Reklame im Fernsehen nicht an. Ich werde hineingeschubst in die für mich unästhetischen Fleischberge, die an teilweise echten Frauenkörpern schlabbern und mein bestes Stück anregen sollen, obwohl das beste Stück gar nicht telefonieren kann.

Aba nu ma ehrlich. "7676 komm spiel mit mir" Nein danke, einer wippenden Alten, die sich den verfilzten Zopf von einer Seite zur anderen reißt und so einen Schwachsinn singt, traue ich nur "backe, backe Kuchen" zu.

Schlimmer noch die mindestens 50 jährigen Blondinen. Auf megajung getrimmt, mit Mouskouri Brillen als dicktittige Sekretärinnen verkleidet. Hätten sie nicht die obligatorische Flasche Champagner dabei, könnte man meinen das Gestüt der Ponderosa nähme ein Bad. Dann die Nummer mit dem Schnuller im Arsch. "Ruf mich an!!" Für eine kräftige Erniedrigung am Telefon rufe ich die Kundenberatung der Telekom an. Habe gerade auf dem Gebiet der Erniedrigung ´ne Menge Erfahrung. Wenn mir danach ist, gehe ich mit meinen bunten Haaren zu Saturn und frage die Frau von den Jura Kaffeemaschinen nach Ersatzteilen für das teuerste Modell. Erniedrigend wird sie mich auch dieses ( dritte !! ) Mal fragen: " Sie haben diese Maschine?"

Aber auch auf dem männlichen Planeten der Marke Idiotennummern für Sextote versucht man mich ans Telefon zu bekommen. " Gays online!" Ach nee, schon die Stimme des Sprechers - mit dieser " Du willst es doch auch ?" Melodie - bringt mich zum Kotzen. Obwohl ich ja eigentlich in unteren Regionen Feuchtigkeit abgeben sollte. Außerdem sind die Monstertitten eindeutig in der Überzahl und umrahmen die Männer nur. Das liegt bestimmt daran, dass sich die Gays nicht gegen die Monstertitten wehren können. Wie auch? Sie sind fast nackt und haben meist nur einen Bauarbeiterhelm auf. Einen !! Darin könnte man aber nur eine Titte verschwinden lassen ….. und ist es nicht so, dass sich die Schwulen in Diskotheken und ähnlichen Begegnungsstätten erst einmal stundenlang anstarren bis sie ins Gespräch kommen. Da rufe ich dann also Mister Gay online an und wir schweigen uns aus. Ihm kann's ja recht sein. Geht ja auf meine Rechnung.

Irgendwann sagt er dann: "Du willst es doch auch?" Mir ist es dann alles furchtbar peinlich, ich mag nichts sagen. Das ist mir einfach zu blöd. Mit einem Unbekannten am Telefon meinen Höhepunkt herbei zu quatschen. Aber nun habe ich ja angefangen. Quasi Geld investiert. Das werde ich doch nicht verschenken. Was mache ich nur??? Eine gute Tat? Ja das ist es: " Marie Johanna? Telefon für Dich!"