Schmidt Theater & Schmidts Tivoli - Theater Gastronomie Hamburg Reeperbahn
18.09.2002

8.9.2002 - Rauchverbot...

Zugegeben...... Ich stehe bestimmt wieder allein auf weiter Flur mit meiner Kolumne. Aber es sind die Kleinigkeiten, die mir auffallen.

Darum kümmern sich die wenigsten Menschen. Es betrifft viele, aber wir lassen es mit uns machen ....... aus Bequemlichkeit!!!

Die Kleinigkeit nennt sich zum Beispiel:

Rauchverbot im Hauptbahnhof

Dies ist der neueste Streich der Bahn. Frei nach dem Motto: "Wir haben schon so viele Probleme, die lassen wir erst mal liegen." Statt dessen versuchen wir mit anderen Aktionen auf uns aufmerksam zu machen.

Nun muss das Aufsichtspersonal wegen denen auf die gemütliche Zigarette verzichten.

Dafür gibt es Obdachlose, die sich einpinkeln, Musikanten, die bettelnd von einem Wagen zum anderen musizieren, (ohne gültige Fahrkarte, versteht sich), Punker mit einer Ansammlung von Hunden, deren Stammbaum sich sicherlich im engsten Familienkreis herumtreibt, Taubendreck, pöbelnde Taxifahrer vor dem Bahnhof, dreckige Abteile, schlechtes Mitropa Personal, ein abgesoffener Bahnhof in Dresden, Verspätungen am laufenden Band und und und. Leute ich komme ins Schwitzen.

Da macht sich dieser Affenverein die Mühe, Dutzende von Aufklebern zu drucken, Schilder zu bemalen und aufzuhängen, nur um den Nichtrauchern eine Befriedigung zu geben.

Bravo! Auf unsere Kosten!!! Eine kleine Zigarette in dieser riesigen Halle. Ein Rauchwölkchen inmitten von hunderten von Menschen, deren Geruch auch nicht immer angenehm ist.

Verzichten wir also auf alles Individuelle, werden wir eins. Ecken wir nicht mehr an und reichen jedem Arsch die Hand. Nein, wir rauchen nicht mehr in der Bahn!!! Bleibt die Frage, ob wir sie denn noch benutzen wollen???

Wir nehmen nicht das Unternehmen der Zukunft sondern fahren mit der Mitfahrzentrale. Da können wir uns absprechen und haben die Wahl.

Zukunft oder Zugzunft......., ich muss Marie Johanna helfen. Wir sammeln für den Tabakshop im Hauptbahnhof.

Euer Kay