Schmidt Theater & Schmidts Tivoli - Theater Gastronomie Hamburg Reeperbahn

27.06.2002 ALLES ERSTKLASSIGE IDEEN

Zugegeben... es ist einfach Kolumnen zu schreiben, bei denen man sich ganz nebenbei abreagieren kann. Deshalb dachte ich, mache ich es mir etwas schwerer und schreibe über etwas Schönes. Aber was könnte das sein? Der deutsche Einzug ins WM Endspiel? Nein, wie schon einmal erwähnt, ist das nicht unbedingt mein Thema.

Ich möchte über einen Ausflug ins Hamburger Umland berichten. Keine Seen und Felder, nichts nach Heu und frischer Luft duftendes. Auch in den Himmel kann man dort, wo ich war, nicht starren. Doch man ist nicht allein. Ganz im Gegenteil. Es zieht viele Leute dorthin. Jeder allerdings behauptet, es nicht gerne zu tun. Außer Wibke und ich. Wibke ist meine Freundin, die hat mich angesteckt. Seit ich das erste Mal in dieser bunten Wibkewelt war und mir klar wurde, dass diese Welt nicht nur Ihre Augen zum Leuchten gebracht hat, sondern auch die von werdenden Müttern, heiratenden Tunten und Mama verlassenden Söhnen. Eigentlich von Allen, die sich aus irgendwelchen Gründen verändern möchten oder müssen, seit diesem Tage leuchten auch meine Augen in der Wibkewelt.

In dieser Welt ist alles anders, als in den sonstigen dieser Art. Schon die Namen: "Kelig, Bofnik, Kritter" klingen fremd und exotisch. Trotzdem verbirgt sich dahinter etwas, das wir jeden Tag um uns haben. Nur ist es meist anders gestaltet. Irgendwie bunter und lustiger. Genau wie der Rest in der Wibkewelt.

Diese Welt betritt man durch eine Tür. Lästige Mitmenschen, vornehmlich Kinder, kann man gleich dort abgeben. Sie werden in ein Bassin mit Bällen geworfen, aus dem sie freiwillig erst nach langer Zeit wieder heraus möchten. Sollten sie nicht ins Bassin wollen, so kann man sie mit einer gelben Tasche bändigen und bei Bedarf die Tasche später wieder abgeben.

In der Zwischenzeit kann man sich um andere Dinge kümmern. Menschen beobachten zum Beispiel: Frauen wollen immer was anderes als Männer. Schwule Männer immer was anderes als ihre Freunde. Ich aber immer etwas ähnliches wie Wibke. Obwohl ich doch ein Mann bin und Wibke eine Frau!!! Ich glaube das liegt an der Welt, in der wir uns befinden.
Von dieser kann man sich Gott sei dank etwas mit nach Hause nehmen. Dann lebt man auch zu Hause in so einer Welt und vieles wird irgendwie freundlicher. Freundlich ist übrigens DAS Stichwort. Alles an diesem Ort ist freundlich und nahezu perfekt. Fragen werden von netten Menschen beantwortet und was nicht unwichtig ist, sie mischen sich nicht in Streitigkeiten zwischen unentschlossenen Wibkeweltbesuchern ein.

Es gibt gute Verpflegung: Man erhält ein leeres Glas und kann es an der Getränkestation so oft auffüllen wie man möchte. Zur Auswahl stehen auch exotische Köstlichkeiten, die man hier zu Lande nicht bekommt. Rundum halt alles erstklassige Ideen.

Nun fragen sie sich bestimmt, wo war denn der Herr Ray nun??? Ein bisschen spannend muss es ja nun bleiben. Ein kleines Rätsel: Heutzutage geht nichts mehr ohne PIN und PUK. Erster Tipp, der PIN: Lesen Sie die Überschrift und zählen sie die Buchstaben rückwärts. Notieren sie den 5. dann den 13. nun den 17. und schließlich den 22. Buchstaben. Nun wissen Sie, wo ich mich gerne aufhalte! Für die Mitbürger, die sich mit Zahlen nicht so auskennen, hier nun der PUK: Eine Durchsage bei meinem letzten Besuch "Wer hat eine 83 jährige Frau namens Marie Johanna in SMALAND abgegeben?"

Gruß Kay