Jahrelang tourte die Theatertruppe „Familie Schmidt“ durch ganz Deutschland, bespielte vom Konzertsaal über Schulaulen bis zu Kneipen alle vorstellbaren Orte, bis man sich einigte: Man sei des Reisens müde. Und da Hamburg, besser gesagt: St. Pauli, das Zuhause von Corny Littmann war und natürlich bis heute ist, lag die Entscheidung nahe, sich im ehemaligen „Kaiserhof“ am Spielbudenplatz Nr. 24 niederzulassen. Corny Littmann brachte überdies Erfahrung über das bloße Theaterspielen hinaus mit: Von 1982 bis 1985 leitete er freie Theatergruppen auf Kampnagel.
Am 8.8.88, abends um 8 Uhr 8, wurde das Schmidt Theater feierlich eröffnet. Das Programm des Theaters sollte die Fächer Komödie und Volkstheater vereinigen – und darüber hinausgehen: Familie Schmidt setzte sich zum Ziel, „schräges Theater“ zu machen. Unterhaltung für Kopf, Herz und Bauch: Show, Theater, Comedy mit Niveau, in Eigenproduktionen und Gastspielen. Dem Publikum richtete man es gemütlich ein: 230 Plätze auf Samtsofas und Plüschsesseln und die Möglichkeit, ein Getränk oder Eis während der Vorstellung zu verzehren, gehörten zur abendlichen Vorstellung genauso dazu wie das Theaterspielen selbst.