Ades Zabel & Company
Edith Schröder: „LINIE 8“
Niemand hat es wirklich geglaubt: Neukölln wird Trendbezirk! Die Folgen dieser Entwicklung spürt auch jedermanns Lieblings-Hartz-IV-Empfängerin Edith Schröder am eigenen Leib, denn ihr Altbau soll luxussaniert werden und sie entsprechend raus aus ihrem eingewohnten und lieb gewonnenen Hinterhof in der Nogatstraße 12. Selbstverständlich lässt unsere patente Futschiqueen sich das nicht gefallen und unternimmt allerhand Anstrengungen, um den Interessen von schwäbischen Immobilienhaien und spanischen Easy-Jet-Touristen Paroli zu bieten. Beeindruckt von Ediths Charme und Temperament, kann auch ein U-Bahn-Fahrer auf der Linie 8 nicht widerstehen und verliebt sich beim ersten Anblick in die Kiezgröße. Derweil wittern Ediths Freundinnen, Leggins-Boutique-Biggy und Kneipenwirtin Jutta, die große Chance und versuchen Kapital aus dem Neukölln-Boom zu schlagen. Schlimm genug, dass Edith in Juttas geplantem WLAN-Coffeeshop nicht mehr anschreiben soll, aber als dann auch noch Hürriyet Lachmann direkt nebenan einen „Späti“ aufmachen möchte, kommt es, wie es kommen muss: zum großen Showdown auf Biggys Modemesse „Schmalz und Stulle“.
Nach dem Mega-Erfolg „Made in Neukölln“ präsentiert die Ades-Zabel-Company ihre neue Edith-Show – rasant, treffsicher und nicht immer ganz nüchtern.
Ades Zabel hat sich im Laufe seiner bisher 28-jährigen Künstlerlaufbahn zu einem lebenden Seismographen Berliner Befindlichkeiten entwickelt: Mit scharfem Blick beobachtet der gebürtige Berliner seine Zeitgenossen und schafft es, deren Marotten, Ängste, Empfindlichkeiten und Eitelkeiten mit liebevoller Ironie herauszuschälen.
Das Erfolgsrezept der Geschichten ist die Authentizität, mit der die Bühnenfiguren auftreten – sie meistern ihr vermeintlich armseliges Leben beeindruckend, haben dabei den größten Spaß und sind in ihrer einfachen Scharfsinnigkeit unerreichbar. Das Publikum verliebt sich auf der Stelle in die Protagonisten, fiebert mit und amüsiert sich wie verrückt, während ihm der Spiegel vorgehalten wird … im Grunde also bestes Kabarett!
28.4.2013 im Schmidt Theater
So 19 Uhr
